Vorfall in St. Johann

Baby stürzte in Bach: Neuigkeiten aus der Klinik

Tirol
15.06.2023 10:07

Der Vater und ein zufällig vorbeikommender Autofahrer waren am vergangenen Sonntag die Lebensretter. Nun wurde der Einjährige aus der Klinik Innsbruck entlassen. Er wird keine Dauerfolgen davontragen.

Der Albtraum vom vergangenen Sonntag endete jetzt mit großer Freude und Erleichterung: Hinter dem Imbissstand seines Vaters an der Salzburger Straße stürzte – wie die „Krone“ berichtete – ein einjähriger Bub in das rund zwei Meter breite und einen Meter tiefe Mühlbachl in St. Johann in Tirol. Das Kind wurde von der Strömung mitgerissen, der Vater wollte verzweifelt und wild gestikulierend Autofahrer anhalten. „Vier oder fünf Fahrzeuge fuhren vorbei. Ich habe dann gestoppt, obwohl ich nicht wusste, was los ist“, schildert Franz Jöchl die eigenartige Situation.

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Vier oder fünf Fahrzeuge fuhren vorbei. Ich habe dann gestoppt, obwohl ich nicht wusste, was los ist.

Autofahrer Franz Jöchl

Pkw gestoppt und hineingesprungen
Der Vater sprang in das Auto des Einheimischen, habe immer nur „fahren“ und „schnell, schnell“ gerufen. Rund 300 Meter weiter hieß es plötzlich „Stopp“ von der Rückbank. Der Vater lief quer über die Bundesstraße zum nahen Bach, sprang hinein und hatte Sekunden später auch schon seinen Sohn im Arm.

Der Großeinsatz bei der Rettung des Buben (Bild: ZOOM.TIROL)
Der Großeinsatz bei der Rettung des Buben

Der Bub rührte sich nicht und gab zunächst auch kein Lebenszeichen mehr von sich. „Doch plötzlich hat er laut geschrien, eine riesige Erleichterung“, so Jöchl. Auch er und seine Frau rannten zum Bach und sorgten dann für die Alarmierung der Einsatzkräfte. Mit einer starken Unterkühlung wurde der Einjährige vom Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Jöchl bemerkte auch Blut am Mund des Buben. Der Vater hatte sich nach dem Rettungseinsatz zwar bedankt, doch in der Folge kam es noch zu keinem Kontakt mit dem helfenden Autofahrer. Umso erleichterter ist Jöchl, dass er trotzdem die erfreuliche Nachricht aus der Klinik erfuhr.

Autofahrer: „Das werde ich nie mehr vergessen“
„Der Bub wurde bereits am Montag entlassen“, bestätigt Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger. Er dürfte das Drama ohne Folgeschäden überstanden haben.

Jöchl, der entscheidend zur Lebensrettung beitrug, liegt der Vorfall trotz des guten Ausganges noch ziemlich im Magen: „Es war eine enorme Stresssituation, das werde ich nicht mehr vergessen.“

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