Regeln beachten!

Wieso Wildtier-Babys jetzt in Gefahr sind

Steiermark
08.05.2023 18:15

Geschwächte Tiere nach dem Winter, hilflose Neugeborene: Jetzt ist die heikelste Zeit in Wald und Wiese. Von uns allen ist Rücksichtsnahme gefordert, damit Tiere überleben können.

Im engagierten Verein Kleine Wildtiere in großer Not sind bereits die ersten hilflosen Wildtierbabys eingelangt, teils halb verhungert, verwaist, unterkühlt. Oder sie wurden aus falsch verstandenem Mitgefühl einfach mitgenommen - womit Tierleid sogar erst verursacht wird!

„Wenn ein Hasenbaby oder Rehkitz allein in der Wiese liegt ja nicht mitnehmen!“, appelliert Monika Großmann vom Verein. „Im Regelfall ist die Mutter immer in der Nähe und beobachtet die Situation. Geborgen und zu uns gebracht werden darf das Baby nur im Ernstfall, wenn es offensichtlich verletzt ist oder die Mutter getötet wurde.“

Weitere wichtige Hinweise von der Expertin
Sehr verantwortungsvoll zeigen sich immer mehr Bauern, aber auch Private, welche die Wiesen vor dem Mähen sorgsam abgehen, sogar mit Drohnen überfliegen. Um hilflosen Rehbabys nicht einer grauenhaften Verstümmlung auszusetzen.

Aber: Oft wissen manche nicht, dass der Menschen-Geruch ebenfalls Todesurteil für die Kleinen sein kann! Drücken es gar noch für ein Selfie an sich.

Großmann: „Ein Rehkitz darf nur unter Zuhilfenahme dicker Grasbüschel oder stark riechender Zweige, im Idealfall noch mit Handschuhen, kurz aufgehoben und muss sofort am Wiesenrand abgelegt werden. Sonst nimmt es die Mutter durch den Geruch nicht mehr an und es verhungert qualvoll.“

Weitere wichtige Tipps:

  • „Igel sind nach dem Winterschlaf oft schwach und unterernährt. Bitte mit gutem Katzenfutter unterstützen, aber nie Milch geben. Durchfall ist tödlich.“
  • „Es ist Brutzeit. Jetzt keinesfalls Büsche oder Bäume schneiden, das wäre das Todesurteil für Eichkätzchenbabys Vogeljunge.“
  • Hunde ausnahmslos an die Leine und selbst an der Schleppleine nicht auf die Wiesen lassen! Rehkitze, auch Fasane und Bodenbrüter sind chancenlos.

Das Wichtigste: Rücksichtnahme. Oft preschen Mountainbiker - die auch immer mehr werden - in jeden kleinsten Waldwinkel. Dazu kommen Spaziergänger, Hundehalter, „die Wildtiere haben keine Rückszugsmöglichkeiten mehr. So geht das nicht! Auf Wegen bleiben, es gibt genug. Der Wald gehört den Tieren.“

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