Die neuesten Zahlen

Weiter Licht und Schatten am Tiroler Arbeitsmarkt

Tirol
03.04.2023 12:27

Mit Stichtag 31. März waren in Tirol insgesamt 12.979 Personen arbeitslos. „Das ist der niedrigste Stand zu dieser Jahreszeit seit 1992. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 172 Menschen bzw. 1,3 Prozent weniger“, informierte das AMS Tirol am Montag. Probleme bereitet nach wie vor der Personalmangel - gleichzeitig lässt dieser jedoch die Langzeitarbeitslosigkeit sinken.

Bei 12.979 Arbeitslosen und geschätzten 363.000 unselbständig Beschäftigten (plus 10.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im März 2023 in Tirol 3,5 Prozent. Im Bundesländervergleich habe Tirol somit hinter Salzburg (3,4 %) die geringste Arbeitslosenquote. Bundesweit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei 0,9 Prozent - aktuell gibt es in Österreich 259.440 Arbeitslose.

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Die Anzahl der offenen Stellen ist zwar leicht rückläufig, von einer Entspannung des Personalmangels sind wir aber meilenweit entfernt.

Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführung AMS Tirol

„Mit Vollbeschäftigung in den Frühling“
„Wir starten mit Vollbeschäftigung in den Frühling und die Arbeitslosigkeit sinkt weiter“, erklärt AMS Tirol-Chefin Sabine Platzer-Werlberger. Der vorhergesagte Konjunkturabschwung sei am Tiroler Arbeitsmarkt bisher aber noch nicht angekommen. „Die Anzahl der offenen Stellen ist zwar leicht rückläufig, von einer Entspannung des Personalmangels sind wir aber meilenweit entfernt“, meint sie.

Fast 8000 offene Stellen in Tirol
Ende März waren beim AMS Tirol insgesamt 7862 offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet. Im langjährigen Vergleich befinde man sich damit weiter auf einem hohen Niveau. Im Vorjahresvergleich sei die Anzahl der offenen Stellen jedoch um 15,7 Prozent bzw. 1459 Stellen gesunken.

Fakten

  • Am meisten Personal wird weiterhin im Handel mit 1933 offenen Stellen (+3,4 % im Vorjahresvergleich) und in der Beherbergung und Gastronomie mit 1199 offenen Stellen (-32,1 %) gesucht.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 5,9 Prozent bzw. 355 Personen zurück. Bei den Männern ist sie hingegen um 2,6 Prozent (plus 183 Personen) gestiegen.
  • Mit Ende März waren 5681 Frauen und 7298 Männer in Tirol arbeitslos. Die Arbeitslosenquote der Männer liegt mit 3,7 Prozent deutlich über jener der Frauen (3,2 %).
  • 41,5 Prozent der Ende März vorgemerkten Arbeitslosen haben maximal einen Pflichtschulabschluss.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 15,6 Prozent auf 1128 gesunken. Die meisten Lehrlinge werden im Einzelhandel (275), in der Beherbergung (192), in der Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlageninstallation (67), in der Elektroinstallation (63) und im Hochbau (63) gesucht.
  • Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist um 10,6 Prozent gesunken. Das sind 288 sofort einsatzbereite Lehrstellensuchende gegenüber 1128 sofort verfügbaren Lehrstellen.
  • Mit Stichtag 31. März befanden sich 2201 Personen in Schulungen des AMS Tirol.

Personalmangel: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt
Bei jenen Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, gab es einen Rückgang um 40,9 Prozent auf nunmehr 800 Personen zu verzeichnen. „Seit dem Höchststand Ende April 2021 (3397) sinkt die Langzeitarbeitslosigkeit kontinuierlich und liegt mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2013 (772)“, so das AMS weiter.

Der anhaltend hohe Personalbedarf der Tiroler Unternehmen habe dazu geführt, dass sich am Arbeitsmarkt auch die Chancen von Älteren oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbessert haben.

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