Kombi-Routinier Mario Seidl muss aus gesundheitlichen Gründen in Planica passen. Verwirrung herrschte darum, ob der 30-Jährige angereist war oder nicht. Mit Stefan Rettenegger hat Salzburg dennoch ein heißes Eisen im Feuer.
Alle waren bereit für den großen Medientermin vor Beginn der Nordischen WM in Planica. Alle, bis auf einen. „Wo ist Mario?“, lautete die spannendste Frage. Die wenig später aufgelöst wurde. Kombinierer-Routinier Seidl ist für die ersten Bewerbe kein Thema, weil er an Hypogammaglobulinämie leidet.
Hypo was? Hypogammaglobulinämie bedeutet, dass sein Körper zu wenige Abwehrstoffe gegen Pilze, Viren und Bakterien herstellt. Deshalb, so Aussagen aus dem Skiverband, war der 30-Jährige bereist im Sommer länger krank und hatte auch in der unmittelbaren Saisonvorbereitung sowie während des Weltcupwinters mehrfach Probleme.
Ich merke, dass es ein bissl kitzelt, die Anspannung wächst. Mein Fixplatz ist fein, so kann man sich ruhig auf alles einstellen.
Stefan Rettenegger
Kurios nur, dass die „Krone“ Seidl wenig später nur unweit des Teamcamps traf. Auf Anfrage beim ÖSV gab dieser bekannt, dass er – entgegen erster Meldungen – doch angereist war, An der Entscheidung, ihn nicht einzusetzen, änderte das nichts. Wobei das offiziell nur für die Normalschanzenbewerbe gilt. Unklar ist, ob Seidl in wenigen Tagen wieder bei hundert Prozent sein kann.
Dort wähnt sich mit Stefan Rettenegger ein Toptalent, das sein erstes Großereignis bestreitet und schon mehrfach nur knapp am Stockerl vorbei schrammte.„Ich war oft knapp dran. Für eine Medaille muss aber richtig viel gut laufen“, stellt er klar. Um mit einem verschmitzten Lächeln anzufügen. „Es ist aber möglich.“ Das Potenzial dazu hat er allemal.









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