Betriebsversammlungen sollen die nötigen Beschlüsse für die Warnstreiks in der kommenden Woche im Handel bringen. Ohne Streik werde es aber nicht gehen, meint Michael Hofer. Er ist Handelssekretät der Gewerkschaft GPA in Salzburg und Teil des Verhandlungsteams.
Herr Hofer, wie geht es nach den gescheiterten Verhandlungen jetzt weiter?
Wir waren darauf vorbereitet und es gibt bis Freitag Betriebsversammlungen, wo auch die Streikbeschlüsse fallen sollen. Reden wir Klartext: Ohne Streik wird es nicht gehen.
Rechnen Sie mit der Zustimmung aller Salzburger Handelsangestellten?
Damit rechne ich schon. Es gab im Handel bisher zwar noch keine Streiks, jetzt aber sind die Beschäftigten auf jeden Fall bereit dazu.
Was sind die Forderungen?
Ursprünglich waren es zehn Prozent mehr. Wir haben uns bei den Verhandlungen aber schon bewegt und fordern nun 8,5 Prozent, dafür aber eine Erhöhung von mindestens 200 Euro. Das ist für alle mit niedrigem Einkommen wichtig. Weiters lehnen wir die angebotene Einmalzahlung ab, weil diese nur ein Lockmittel, quasi die Karotte vor der Nase, ist. Über Jahre gesehen würde die Einmalzahlung einen Verdienstentfall von Zehntausenden Euro bedeuten.
An welchen Tagen soll genau gestreikt werden?
Die Termine werden der 2. und 3. Dezember sein. Die Warnstreiks werden zwischen einer und zwei Stunden dauern.
Wo überall soll gestreikt werden?
Wir gehen davon aus, dass die Maßnahmen in allen Bezirken quer durch das Bundesland Salzburg stattfinden werden.
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