Über FinanzOnline

Versicherungsagent ergaunerte 500.000 Euro

Salzburg
23.11.2022 11:48
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Eine besonders perfide Betrugsmasche zog ein 45-jähriger Burgenländer mit Saisonarbeitern ab. Der Mann sackte die Arbeitnehmerveranlagung von 224 Opfern selbst ein. Den Gastarbeitern entstand ein Schade in der Höhe von 280.000 Euro. Mit einer weiteren Betrugsmasche machte er 220.000 Euro.

Angezeigt wurde die Masche im Jänner 2022 durch einen 24-jährigen ungarischen Saisonarbeiter bei der Saalfeldener Polizei (Pinzgau/Salzburg). Der 45-jährige Burgenländer soll sich über das Finanzamtsportal „FinanzOnline“ im Namen des Saisonarbeiters die Rückzahlung nach erfolgtem Lohnsteuerausgleich auf sein eigenes Konto überweisen lassen haben. Der Ungar war, wie die Ermittlungen ergeben haben, eines von insgesamt 224 Opfern.

Die Masche soll der 45-Jährige zwischen März 2020 und April 2022 abgezogen und damit einen Schaden in der Höhe von rund 280.000 Euro angerichtet haben. Der Mann hatte als Versicherungsvertreter die Möglichkeit, Handysignaturen für die arglosen Opfer zu erstellen. Damit dürfte sich der mutmaßliche Betrüger Zugang zum Online-Portal des Finanzamtes im Namen der Gastarbeiter verschafft haben.

Seine Opfer spähte er zuvor auf Social-Media-Plattformen aus. Das Geld ließ sich der Mann auf sein Konto auszahlen. Später bezahlte er auch mehreren Menschen 500 Euro dafür, dass sie ihm den Zugang zu ihrem Konto überließen.

Burgenländer zockte zuvor schon Freunde und Bekannte ab
Außerdem soll der Burgenländer rund 16 weitere Menschen zwischen 2005 und 2022 um insgesamt rund 220.000 Euro betrogen haben. Zunächst erschlich er sich Darlehen durch eine vorgetäuschte finanzielle Notlage, später versprach er gewinnbringende Investitionen in Kryptowährungen. Das betrügerisch erlangte Geld verzockte der Burgenländer großteils durch Glücksspiel und Investitionen in Kryptowährungen.

Als Motiv gab der Mann seine Spielsucht an. Jene Menschen, die ihm freiwillig Zugang zu ihren Konten verschafften, wurden wegen Geldwäsche angezeigt.

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