Versuchter Mord

Messerattacke aus Eifersucht: „Töte mich nicht“

Niederösterreich
21.11.2022 17:48

13 Jahre Haft für einen 44-Jährigen wegen versuchten Mordes: Der Georgier attackierte seine Ex-Frau im Juni vergangenen Jahres vor dem Landesklinikum Melk (Niederösterreich) aus Eifersucht mit einem Messer.

Trotz Betretungsverbots und einschlägigen Vorstrafen suchte ein 44-Jähriger unnachgiebig die Nähe seiner Ex-Frau. Seit der Scheidung bombardierte er sie mit Anrufen und Nachrichten, verfolgte sie auf Schritt und Tritt. Bis er heuer am 25. Juni, wie berichtet, in blinder Eifersucht zum Messer griff und seine frühere Ehefrau am Weg zur Arbeit vor dem Landesklinikum Melk attackierte.

Halsschlagader nur knapp verfehlt
Die 42-Jährige erlitt dabei zahlreiche Schnittwunden im Kopf- und Halsbereich. Danach ging er seelenruhig davon, entsorgte die Tatwaffe zu Hause im Müll.

Nun musste sich der Georgier vor Gericht in St. Pölten wegen versuchten Mordes verantworten. „Ich wollte mir nur Gehör verschaffen“, verstrickt sich der Angeklagte in Widersprüche. Das Klappmesser mit sechs Zentimeter langer Klinge habe er zufällig dabei gehabt, im Gerangel mit seiner Ex-Frau sei diese „irgendwie ins Messer gelaufen“, beschreibt er seine Erinnerungen im Drogenrausch.

Überwachungskamera filmte Tat mit
Das Überwachungsvideo zeichnet ein gänzlich anderes Bild. Vielmehr packte der 44-Jährige seine frühere Ehefrau von hinten und setzte ihr das Messer an. „Ich spürte etwas Feuchtes in meinem Gesicht und dachte an Angstschweiß. Doch es war mein Blut“, erinnert sich die 42-Jährige unter Tränen. Die Geschworenen verurteilten den 44-Jährigen zu 13 Jahren Haft - nicht rechtskräftig.

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