Nicht einmal Salzburg kann sich völlig vom Weltgeschehen abschotten. So war es eine sehr ordentliche Managementleistung von Leonhard Schitter, dem scheidenden Chef der Salzburg AG, dass die Strompreise noch nicht durch die Decke geschossen sind.
Nun lassen sich die Folgen der Preisentwicklungen auf den Energiemärkten aber immer schwerer abfedern. In Oberösterreich wurde die erste Erhöhungswelle jetzt bekannt.
Salzburg könnte vorerst ein wenig Glück haben. Das liegt unter anderem an den Landtagswahlen im April. Da kann die regierende ÖVP unter Wilfried Haslauer keine extremen Anhebungen der Strompreise brauchen. Wohl auch deshalb haben Fachleute diverse Modelle ausgearbeitet, um die ärgsten Erhöhungen zu vermeiden.
Das ist nicht nur für die Haushalte wichtig, die ohnehin schon mit der Inflation zu kämpfen haben. Es geht vor allem um die Betriebe, die jedenfalls in Salzburg gehalten werden müssen. Wenn das nahe Deutschland sich den Abwehrdeckel gegen verrückte Strompreise 200 Milliarden Euro kosten lässt, die Preise dort dann halb so hoch sind wie in Österreich, könnten einige Unternehmen schnell auf die Idee kommen, die paar Kilometer hinüber zu übersiedeln.
Die Energiepreise sind eine zentrale Standortfrage für die Wirtschaft, damit für die Arbeitsplätze und für die Steuerleistungen. Nur mit erträglichen Kosten bleibt Salzburg attraktiv für die Firmen. Wenn die einmal weg sind, sind sie vielleicht für immer weg.
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