Irgendwann hat es ja passieren müssen, sollte man meinen: Über ein Jahrzehnt lang sind die Immobilienpreise speziell auch in Salzburg konstant stark gestiegen. Corona hat in manchen begehrten Segmenten dann sogar für Steigerungen von zehn, 15 Prozent aufwärts gesorgt. Jährlich.
Nun erlebt die Goldgräberstimmung beim Betongold aber den ersten kleinen Dämpfer. „Im privaten Bereich hat Anfang des Jahres ein Rekord den nächsten gejagt. In den jüngsten zwei Monaten ist die Nachfrage aber völlig eingebrochen“, erzählte ein Kredit-Makler der „Krone“ gestern.
„Nachfrage nach Krediten um ein Drittel gesunken“
Was ist passiert? Ab 1. August sind neue, verschärfte Kreditvergaberichtlinien in Kraft getreten, das Zinsniveau ist kräftig gestiegen. Wegen der Teuerung bleibt den Leuten monatlich weniger Geld über. Die Mischung aus diesen Faktoren, da sind sich die Experten einig, sorgt erstmals für Gegenwind auf dem Immobilien-Markt. Das bekommen auch die traditionell begehrten Häuser, Wohnungen und Co. im Bundesland Salzburg zu spüren.
Wobei es zwei Dinge zu unterscheiden gibt, wie Christoph Leinberger vom Raiffeisenverband Salzburg erklärt: „Die Nachfrage nach Immobilien generell ist nach einem kurzem Sommerloch wieder sehr hoch. Allerdings auf der Kreditseite merken wir einen Rückgang der Anfragen von fast einem Drittel bei privaten Wohnimmobilien.“
An einen Rückgang bei den Preisen will aber keiner so recht glauben. Eine Salzburger Immobilien-Fachfrau vermutet maximal einen kleinen Durchhänger. „Es sind ja kaum ausreichend Objekte auf dem Markt. Salzburg war immer begehrt, wird es immer bleiben. Deswegen werden auch die Preise irgendwann wieder steigen!“









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