Die „Krone“ berichtete bereits über den Strompreis-Schock in manchen Salzburger Gemeinden. Etwa in Grödig im Zusammenhang mit dem Seniorenheim. Das Land hat nun reagiert und kündigt für die Jahre 2023 und 2024 die Auszahlung von in Summe zehn Millionen Euro aus dem Gemeinde-Ausgleichsfonds für die Kommunen an.
Verteilt wird das Geld nach abgestuftem Bevölkerungs-Schlüssel. Zell am See etwa erhält etwas mehr als 250.000 Euro. Ein Teil des Geldes soll indirekt auch bei den Bürgern ankommen, fordert Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) von den Bürgermeistern: „Ich appelliere an die Gemeinden, überall wo es rechtlich möglich ist, keine Gebührenerhöhungen vorzunehmen.“
Emotionale Diskussion im Landtag
Die Teuerung war am Mittwoch auch Thema im Landtags-Ausschuss. SPÖ und FPÖ forderten die Landesregierung mit Anträgen auf, zusätzliche Maßnahmen gegen die Teuerung zu setzen. Eine teils emotionale Debatte drehte sich dann um die Frage, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen.
„Kaum eine Regierung in Europa nimmt so viel Geld wie die österreichische in die Hand, um die Teuerung zu bekämpfen“, sagt Hans Scharfetter (ÖVP). „Dennoch stehen Menschen in Sozialmärkten Schlange“, entgegnete Karin Berger (FPÖ). Die Oppositionsanträge wurden mittels Abänderung durch die Regierungsparteien abgelehnt.
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