Tyrolit-CEO Friess:

„Situation für Tirols Betriebe ist dramatisch!“

Tirol
20.09.2022 20:00

Bundesminister Martin Kocher war zu Gast bei der Tiroler Firma Tyrolit. Hinsichtlich der explodierenden Energiepreise verwies er auf laufende Maßnahmen. Zudem forderte er Tempo von den Verantwortlichen in Brüssel ein.

Die explodierenden Preise bei der Energie setzen vor allem jenen Unternehmen zu, die diese für die Produktion ihrer Waren in größerem Ausmaß benötigen. So etwa der Firma Tyrolit in der Bezirkshauptstadt Schwaz. Laut CEO Thomas Friess seien die Kosten für die Produktion um das Drei- bis Vierfache gestiegen.

Hinzu kämen die durch die Pandemie nach wie vor hohen Kosten bei Rohstoffen und der Logistik. „Die Situation ist dramatisch!“, so Friess am Montag bei einer Pressekonferenz.

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Jetzt bruacht es pragmatische sowie schnelle Lösungen und kein politisches Kleingeld.

Tirols IV-Präsident Christoph Swarovski

Pragmatische Lösungen gefordert
Christoph Swarovski, Präsident der Tiroler Industriellenvereinigung, sprach sogar von einer „absoluten Ausnahmesituation“, in der sich zahlreiche Betriebe befinden würden. Da sich der Preis für Strom versechsfacht und jener für Gas verzehnfacht habe, „braucht es jetzt pragmatische sowie schnelle Lösungen und kein politisches Kleingeld“, forderte er Bundesminister Martin Kocher (ÖVP) zum Handeln auf.

Entkoppelung von Gas- und Strompreis nötig
Dieser verwies auf den Energiekostenzuschuss für Betriebe, dessen Richtlinien gerade finalisiert würden. Zugleich forderte er eine Entkoppelung des Gas- und Strompreises, um die Situation zu entschärfen. „Das geht jedoch nur auf europäischer Ebene“, forderte der Minister mehr Tempo von den Politikern in Brüssel. Klar sei laut Kocher, dass „es auch einen massiven und raschen Ausbau bei den Erneuerbaren braucht“.

Mattle sieht „Standortsicherheit in Gefahr“
Einer von einigen Stellen mehrfach geforderten Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und Sprit, um die Bevölkerung weiter zu entlasten, erteilte er indes erneut eine Absage, da „das nicht treffsicher wäre“.

Indes sah Landesrat Anton Mattle (ÖVP) „die Tiroler Standortsicherheit und Arbeitsplätze in Gefahr, sollte man der Energiekrise nicht die Stirn bieten können“.

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