Initiative des AMS

Vom Schulabbrecher zum gefragten Energie-Techniker

Tirol
15.09.2022 19:00

Historisch niedrige Arbeitslosenquoten und trotzdem keine Jubelstimmung. Geschuldet ist das dem eklatanten Fachkräftemangel in vielen Branchen. Das AMS Tirol geht mit neuen Kursen in die Offensive. Sie sollen vor allem Menschen mit geringer Qualifikation was bringen. 

Noch nie waren in Tirol so viele Menschen in Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 3 Prozent auf einem historischen Tiefststand. Und beinahe alle Branchen suchen händeringend Personal.

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In dieser haben wir 400 bis 500 Plätze zu vergeben. Das bedeutet eine Ausbildung mit fixem Arbeitsplatz.

Sabine Platzer-Werlberger, stv. AMS-Landesgeschäftsführerin über die Umweltstiftung

4000 Personen im Land haben maximal Pflichtschulabschluss
Fakt ist aber auch, dass trotz der guten Konjunktur 10.000 Menschen in Tirol arbeitslos sind. Rund 4000 davon haben maximal einen Pflichtschulabschluss, keine Lehre, keine andere Ausbildung. „Die tun sich besonders schwer“, stellte Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende AMS-Landesgeschäftsführerin, bei einer Fachtagung am Mittwoch in Innsbruck einmal mehr fest. Diese Menschen ohne Chance auf eine bessere Qualifizierung in einen der derzeit vielen offenen Hilfsjobs zu vermitteln sei allerdings zu kurz gedacht, betont Platzer-Werlberger.

Das AMS will sich dieser Gruppe in der im September gestarteten Fachkräfteoffensive in einem Schwerpunkt widmen. Teil davon ist eine Umweltstiftung. „In dieser haben wir 400 bis 500 Plätze zu vergeben. Das bedeutet eine Ausbildung mit fixem Arbeitsplatz“, nennt Platzer-Werlberger Eckdaten. Die Teilnehmer sollen für „grüne Jobs“ rund um das Thema Energiewende ausgebildet werden – vorwiegend in technischen Berufen.

„Die AMS-Kurse sind besser als ihr Ruf“
Dass Schulungen was bringen, wurde dem AMS aktuell durch Studien von Wifo und L&R Sozialforschung bestätigt. „Unsere Kurse sind besser als ihr Ruf“, meint AMS-Arbeitsmarktforscher Philipp Seirer-Baumgartner mit Augenzwinkern. So wurde erfasst, dass 82 Prozent der Frauen im Programm für technische Berufe danach Fuß fassen können. Die Erhebung hat aber auch gezeigt, dass Schnellsiedekurse und Ausbildungen ohne direkten Praxisbezug meistens verloren Zeit sind.

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