580 unbesetzte Stellen in Kundl/Schaftenau und die Vervielfachung der Energiepreise im kommenden Jahr überschatten die jüngste 75-Millionen-Investition von Novartis. Der Stellenwert der Tiroler Standorte sei aber gestärkt, betont Mario Riesner, Geschäftsführer des Novartis Campus Kundl/Schaftenau.
Schlag auf Schlag geht es bei Großinvestitionen am Novartis-Standort Schaftenau (Langkampfen). Um 75 Millionen Euro entsteht eine Anlage zur technischen Entwicklung von Biopharmazeutika. „Weil Produktion und Forschung hier räumlich eng zusammen liegen, versteht jeder besser die Anforderungen des anderen“, erklärte Mario Riesner beim Besuch in der „Tiroler Krone“. Fast die Hälfte der neu zugelassenen Arzneimittel sind Biopharmazeutika, sie eröffnen neue Therapieansätze.
Besseres Leben für chronisch Kranke
In einer weiteren Pilotanlage für „Medical Devices“ werden ab 2023 Produkte wie Auto-Injektoren hergestellt, die beispielsweise bei chronischen Krankheiten die herkömmlichen Spritzen ersetzen. Damit werde das Leben erleichtert, denn viele Arzt- und Krankenhausbesuche sind nicht mehr nötig. „Die 75 Millionen Euro hätten auch an den Novartis-Standorten in Singapur oder Slowenien investiert werden können. Doch unser Know-how und die lange Erfahrung sprachen für Tirol“, betont Riesner.
Derzeit haben wir 580 Stellen ausgeschrieben, davon 300 in der Produktion.
Mario Riesner, Chef in Kundl/Schaftenau.
Mit „Zuckerln“ gegen den Arbeitskräftemangel
In die Frohbotschaften zu den Standorten Kundl und Schaftenau mischen sich aber auch Sorgenfalten:
Vorerst reiht sich die erneute 75-Millionen-Euro-Investition in Tirol aber in eine lange Erfolgsgeschichte ein. Erst im Mai wurden mit der Eröffnung eines 300-Millionen-Euro-Projektes in Schaftenau neue Maßstäbe gesetzt.









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