Die Vorwürfe wiegen schwer, die „Krone“ berichtete bereits mehrfach. Eine Pinzgauerin ist offenbar in mehrere höchst dubiose Grundstücksgeschäfte verstrickt. Ebendiese soll sie mit Hilfe ihres Lebensgefährten – einem Pinzgauer Notar – abgewickelt haben.
Mittendrin: Landwirt Peter Höller. Der Piesendorfer hatte in einer finanziellen Notlage eine 2,5 Hektar große Wiese neben seinem Hof über den Juristen verkauft. Dessen Lebensgefährtin ist mittlerweile Besitzerin der Grünfläche. Sie ist offenkundig keine Landwirtin. Dies wäre gesetzlich verpflichtend. Für die Behörden war dies jedoch kein Problem. Mehr noch: Die Frau war zeitweilig auch Besitzerin des Bauernhauses von Peter Höller. Der Pinzgauer kaufte das Anwesen jedoch im Jahr 2015 zurück.
Dennoch soll die Notar-Freundin die Hofnummer des Bauernhauses für weitere strittige Flächenkäufe. Sie nutzte also offenbar einen Hof, der ihr gar nicht mehr gehörte, als Nachweis dafür, eine Landwirtin zu sein.
Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Linz ob der dubiosen Vorgänge. Im Fokus steht Bezirkshauptmann Bernhard Glatz. Und bald auch die Notar-Freundin? Die Salzburger SPÖ hat jetzt bei der Justiz eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Es geht um fünf strittige Flächendeals. Sie alle sollen auf ihre „strafrechtliche Relevanz“ überprüft werden, so die klare Forderung der SPÖ.
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