Ungeschützt und unbeschildert liegen 1800-Jahre alte Mosaike am Boden des Wallistrakts.
Unter den Arkaden des Wallistrakts in der Stadt Salzburg verbirgt sich ein historisches Juwel: mehrfarbige Mosaike aus römischer Zeit. Doch trotz seines Alters und geschichtlichen Wertes, scheint der Fund an der Philosophischen Fakultät in Vergessenheit geraten zu sein. Nachdem die Mosaike im Zuge von Umbauarbeiten in den 1960er Jahren freigelegt wurden, kam es zwanzig Jahre später zu ersten Bemühungen, diese vor Wind und Wetter zu schützen. „Doch das ist dann nie passiert, obwohl die Mosaike auf dem Boden der Universität liegen. Es ist wirklich sehr schade, wie in Salzburg mit historischen Erbe umgegangen wird“, kritisiert Historiker und Politiker Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus). Die Originalfunde stammen aus dem 2. oder 3. Jahrhundert und sind somit circa 1800 Jahre alt. „Teile des Mosaiks sind sehr aufwendig, andere eher bescheiden“, erklärt Dankl.
Party-Kühlschrank stand auf antikem Mosaikboden
Unauffällig liegen die römischen Funde links neben dem Eingang des Wallistrakts. Wollen Studenten in die Bibliothek, kommen sie unweigerlich an dem antiken Schatz vorbei – und treten auch darauf. „Man weiß, dass die dort liegen, aber keiner macht sich darüber Gedanken“, schildert ein Student gegenüber der „Krone“. „Erst kürzlich stand ein Kühlschrank darauf. Da wurden die Getränke für die Semesterparty gekühlt“, fügt er hinzu.








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