05.08.2022 20:17 |

Strassen blockiert

230 Menschen sitzen nach Muren in Salzburg fest

Großalarm für die Feuerwehren im Salzburger Oberpinzgau. Zahlreiche Menschen sitzen nach Murenabgängen am Freitagabend auf Berghütten in abgeschnittenen Seitentälern fest.

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„Wir gehen davon aus, dass rund 230 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Portenkirchner. Nach zahlreichen Murenabgängen in den Oberpinzgauer Seitentälern mussten die Floriani aus Bramberg, Mittersill, Neukirchen, Rauris und Wald binnen einer Woche zum zweiten großen Unwettereinsatz ausrücken. „Wir werden jetzt so schnell wie möglich die Infrastruktur wiederherstellen und die Wege befahrbar machen“, berichtete Portenkirchner.

Zu den 230 eingeschlossenen Personen bestehe telefonischer Kontakt. Die große Zahl an Betroffenen ergäbe sich aus der hohen Auslastung der abgeschnittenen Hütten in der Hochsaison, so Portenkirchner.

Suchaktionen mit glücklichem Ende
Anfangs habe es einzelne Suchaktionen gegeben, weil einige Personen in ihren Unterkünften vermisst wurden. „Mittlerweile hat sich das aber geklärt. Es gibt keine Verletzten oder Vermissten“, erklärte der Kommandant. Noch am Abend wurde von der Bezirkshauptmannschaft schweres Gerät angefordert. Im Obersulzbachtal, wo 130 Personen auf drei Hütten ausharren, gingen die Aufräumarbeiten gut voran. „Die Einsatzkräfte haben bereits die Verbindungen in den hinteren Talabschnitt soweit wiederherstellen können. Die Betroffenen sollten morgen im Lauf des Tages über Fußwege wieder die Straße erreichen können“, berichtete Manfred Pongruber von der Bezirkshauptmannschaft.

Noch am Freitagabend liefen die Aufräumarbeiten im Oberpinzgau auf Hochtouren. Heute soll ein Erkundungsflug durchgeführt werden, um das gesamte Schadensausmaß zu erfassen.

Auch im Pongauer Dorfgastein musste die Feuerwehr ausrücken. Nach einem Murenabgang waren die B164 und eine Bahnstrecke gesperrt. Außerdem traten die Gasteiner Ache und der Bernkogelbach über die Ufer und überschwemmten einige Keller. Insgesamt standen in der Nacht auf Samstag rund 150 Feuerwehrleute von an 20 Einsatzstellen im Einsatz.

Fakten

  • Im Obersulzbachtal harren auf drei Hütten 130 Personen aus.
  • Im Untersulzbachtal sind fünf Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.
  • Hinteres Habachtal: 60 Personen, die dort in zwei Gasthäusern untergebracht sind, können das Tal nicht verlassen.
  • Im Hollersbachtal sitzen derzeit 30 Personen auf mehreren Almhütten fest.
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