Kritik an der Regelung

Keine Quarantäne trotz mehr Corona-Patienten in NÖ

Fast 400 Infizierte lagen am Dienstag in den NÖ-Spitälern, vor einem Jahr waren es nur 13. Die Regeln waren damals aber viel strenger. . .

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Am 26. Juli 2021 wurden landesweit 52 neue Corona-Fälle bekannt. Acht Infizierte lagen auf Normal-, fünf weitere auf Intensivstationen. Gestern, genau ein Jahr später, wurden landesweit 1872 neue positive PCR-Tests gemeldet. Von Montag auf Dienstag hat sich auch die Zahl der infizierten Patienten in den Normalstationen der Spitäler um 47 Landsleute erhöht. 382 Infizierte werden dort mit oder wegen des Virus behandelt, 14 weitere auf Intensivstationen. Bei der gesamten Spitalsbelegung entspricht das an den beiden Vergleichstagen einem prozentuellen Plus von 2946 Prozent!

„Ein absolutes Horrorszenario“, hätte man wohl vor einem Jahr noch gesagt. Die Bundesregierung sieht jetzt aber offenbar eher den richtigen Zeitpunkt gekommen, um die Maßnahmen weiter zu lockern. Das stößt nicht nur bei SPÖ-Landeshauptleuten auf Unmut, sondern auch bei vielen Bürgern, die die Schritte der Bundesregierung nicht mehr nachvollziehen können

Dabei tappten übrigens auch die NÖ-Behörden bis gestern Nachmittag noch im Dunklen. Welche neuen Maßnahmen welche Regeln ersetzen und wie das alles zu verwalten ist, erfuhr man in NÖ nämlich erst durch eine Videokonferenz mit Gesundheitsminister Johannes Rauch. „Es gab keine inhaltliche Debatte und auch Detailfragen wurden nicht beantwortet“, fasst Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig das Besprochene für die „Krone“-Leser zusammen.

Landesrätin rät zur Selbst-Quarantäne
Das Referat des Ministers habe man damit zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht für gut befunden. Die Landesrätin rät positiv Getesteten, die sich auch krank fühlen, sogar dazu, daheim zu bleiben – und somit gewissermaßen zur freiwilligen Selbst-Quarantäne.

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