25.07.2022 07:00 |

Sechs Millionen Euro

Salzburgs Radnetz wächst heuer um zehn Kilometer

Im Bundesland Salzburg werden heuer sechs Millionen Euro in den Radverkehr investiert. Insgesamt 20 Projekte sollen für mehr Komfort und Sicherheit sorgen

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Das Radwegenetz in Salzburg wächst stetig weiter. Wie in den vergangenen Jahren stehen dafür 2022 sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das Hauptaugenmerk liegt bei den Investitionen auf Lückenschlüssen zwischen den Radwegen, um den Weg in die Arbeit oder zu den Öffis sicherer und komfortabler zu machen. Schmelzende Gletscher, Übergewicht durch Bewegungsmangel, Energie- und Einkaufsrechnungen, die in astronomische Höhen steigen. Das sind nur einige Gründe, warum die Salzburger immer öfter auf ihre Fahrräder steigen. E-Bikes haben gerade in der Pandemie einen zusätzlichen Aufschwung erhalten, weil es in den vielen Lockdown-Zeiten sonst kaum Sportmöglichkeiten gab.

Neben Bus und Bahn spielen gerade die Radler eine wichtige Rolle in der Veränderung des Verkehrswesens. Das Ziel der Politik ist es, den Anteil der Radfahrer im Vergleich zu den Öffi- und Autofahrern auf deutlich über 20 Prozent zu heben. Sprich: Zumindest jeder Fünfte sollte seinen Arbeitsweg auf dem Drahtesel zurücklegen.

Lücke nach Ebenau wird heuer geschlossen
Dabei spielt die Infrastruktur eine wichtige Rolle. Sechs Millionen Euro werden in Salzburg heuer dafür in die Hand genommen. 20 Rad-Infrastruktur-Projekte werden dabei umgesetzt und somit zehn Kilometer neue Radwege entstehen.

Zum Vergleich: Rund 20 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die Sanierung und Erhaltung der heimischen Straßen.

Zu den größten Rad-Projekten zählt der Lückenschluss vom Flachgauer Nesselgraben in Hof in Richtung Ebenau. Der erste, 1,3 Kilometer lange Abschnitt befindet sich bereits in Fertigstellung und macht die Strecke somit wesentlich sicherer. Der Bau des ersten Abschnitts hat bereits im vergangenen Jahr begonnen. 1,2 Millionen Euro fließen alleine in diesen Teil.

Tennengauer Großprojekt dauert mehrere Jahre
Einen weiteren Lückenschluss soll es in diesem Jahr in Grödig geben. Für eine Million Euro wird die viel genützte Pflegerbrücke beim Almkanal generalsaniert, verbreitert und somit Platz für einen Radweg geschaffen. Knapp eine halbe Million Euro ist 2022 für den Ausbau zwischen Scheffau und Abtenau vorgesehen. Dieses Projekt wird bis zur endgültigen Fertigstellung aber mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Viel Hoffnung setzt Landesrat Stefan Schnöll in die Gemeinden. Das Land hat im vergangenen Jahr einen Fördertopf für Projekte der Kommunen aufgelegt. Sprich: Wenn Gemeinden in ihrem Gebiet einen Radweg errichten wollen, erhalten sie Förderungen von Landesseite.

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