
Die Hitzewelle zeigt auch in der Steiermark erste Auswirkungen. Der Grundwasserpegel ist vielerorts nur noch knapp über dem Tiefststand im Sommer 2003. Die Versorgung mit Trinkwasser jedoch ist gesichert. Und auch die Landwirtschaft schätzt die Lage noch nicht als besorgniserregend ein.
Kaum Schnee im Winter, wenig Regen im Frühjahr und nun die Hitze - der Klimawandel setzt dem steirischen Grundwasserspiegel gehörig zu: „Aktuell liegt dieser vielerorts nur noch 30 Zentimeter über dem Rekordtief im Jahr 2003“, sagt Barbara Stromberger vom hydrographischen Dienst des Landes Steiermark. Und der Trend nach unten ist mit der aktuellen Hitzewelle, die noch Wochen andauern könnte, noch lange nicht gestoppt.
Tiefstwert könnte Anfang September erreicht sein
„Aus der Erfahrung wissen wir, dass der Grundwasserspiegel im Schnitt bis zu vier Zentimeter pro Woche zurückgehen kann“, so Stromberger weiter. Das heißt, dass man Anfang September den absoluten Tiefstwert erreichen könnte. Und auch wenn es bis dahin regnet, bringt das nicht unbedingt Entspannung in die Situation: „Es kommt darauf an, ob es nur lokale Gewitter, oder ein echter Landregen ist“, sagt Stromberger.
Der Grund für den aktuelle Tiefstand beim Grundwasser liege zudem vor allem im trockenen Winter und Frühjahr begründet: „Das sind die Zeiten, wo das Wasser wegen der geringeren Vegetation und weniger Verdunstung auch wirklich in die Tiefe geht. Und da haben heuer die Niederschläge gefehlt“, so Stromberger.
Trinkwasserversorgung ist gesichert
Aus dem heißen und trockenen Rekordjahr 2003 hat man auch bei der Trinkwasserversorgung gelernt: „Wir haben seitdem viel in ein sicheres Leitungsnetzwerk investiert, um die Versorgung überall gewährleisten zu können“, sagt Johann Wiedner, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Land.
So wurde etwa die Ringleitung Süd-Ost gebaut. Graz dient hier als eine Art Wasserdrehscheibe, von wo aus man vor allem die meist von Trockenheit betroffenen Regionen im Osten und Süden des Landes im Bedarfsfall beliefern könne. „Es war gut, dass wir uns am damaligen Rekordjahr orientiert haben, weil wir mittlerweile chon mehrere Jahre erlebt haben, in denen wir uns diesem Rekord nähern“, sagt er.
Landwirtschaft: „Situation nicht besorgniserregend“
Von den Regenfällen der vergangenen Wochen, die für den Grundwasserspiegel jedoch nicht wirklich von Bedeutung waren, profitiert auch die Landwirtschaft: „Im Gegensatz zum Grundwasserspiegel ist die Situation in der Landwirtschaft noch nicht besorgniserregend. Trotzdem brauchen die Kürbis- und Maisbauern dringend Regen. Getreide wird aktuell zu besten Bedingungen mit hervorragenden Qualitäten geerntet“, erklärt die Landwirtschaftskammer















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