Burn-out-Zustand

PULS-24-Star René Ach: „Möbel haben mich gerettet“

Adabei
17.07.2022 13:10

PULS-24-Nachrichtenmoderator René Ach über schönes Holz, Mistplätze und Burn-out.

„Krone“: Sie haben mich zum Möbel-Renovieren eingeladen.
René Ach: Ja, das ist mein großes Hobby, das sich durch Corona so richtig entwickelt. Ich war ca. elf Wochen im Krankenstand und habe gemerkt, dass ich neben der Arbeit etwas anderes brauche. Durch ein YouTube-Video, in dem Möbel renoviert werden, bin ich darauf gestoßen.

Sie haben offensichtliches Talent. Haben Sie schon immer gern gebastelt?
Den Werkunterricht hatte ich in der Schule am liebsten, aber bei uns daheim wurde immer viel neu ein- und hergerichtet. Das Handwerkliche und Kreative habe ich von meinen Eltern.

Wie wählen Sie Möbel aus?
Ich gehe auf den Flohmarkt oder schaue mich im Internet um. Die Stücke müssen einen Charme haben und schönes Holz. Ich versuche, so viel wie möglich zu bewahren, habe aber immer viele Ideen im Kopf. Somit entwickeln sie sich im Laufe des Bearbeitens und bekommen einen neuen Look.

Im Hintergrund läuft gerade Song-Contest-Musik. Gar keine Nachrichten?
(lacht) Ich höre immer Musik, wenn ich im Atelier arbeite - und besonders gern Song-Contest-Nummern. Das ist einfach so eine heile Welt, das macht zusätzlich gute Stimmung. Nachrichten gibt es hier keine, dafür ist beim Schleifen und Pinseln der Kopf herrlich ausgeschaltet. Das ist gar nicht so leicht. Besonders als der Ukraine-Krieg begonnen hat, habe ich fast rund um die Uhr Nachrichten konsumiert und recherchiert. Die Möbel haben mich da sicher vor einem Burn-out-ähnlichen Zustand gerettet. Es hat einfach der Ausgleich gefehlt, der ist jetzt wieder da.

Für wen sind denn all diese wunderhübschen Möbel?
Die ersten Stücke habe ich für mich selber gemacht. Daheim habe ich generell viele Retro-Möbel, weil ich es schade finde, dass man so etwas zum Mistplatz bringt. Viele Stücke sind ja meistens nur etwas verlebt, haben aber alle eine Geschichte. Und es hat auch einen nachhaltigen Charakter, etwas Altem neues Leben einhauchen. Irgendwann war dann daheim kein Platz mehr, und jetzt mache ich es auch für Freunde und verkaufe sie auch manchmal, damit sich das Hobby finanziell auf null ausgeht. Manchmal fällt die Trennung schwer. Mir ist dann wichtig, dass die Stücke in guten Händen sind.

Schon einmal über eine zweite berufliche Karriere nachgedacht?
Schau ma mal. Ich hoffe, dass sich News und Möbel gut kombinieren lassen.

Sie könnten ja den PULS-24-Newstisch umbauen.
(lacht) Der ist gerade erst neu! Den lass ma besser so.

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(Bild: kmm)



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