Liste Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider ist bestürzt über den Fall jenes 89-Jährigen, der seit Jahren keinen Heimplatz bekommt. Sie fordert mit ihrer Partei einen Rechtsanspruch auf Pflege sowie die Errichtung von Demenz-Kompetenzzentren.
Kürzlich berichtete die „Krone“ über einen 89-jährigen Tiroler, der trotz seiner schweren Demenz-Erkrankung bisher keinen Heimplatz bekommen hat. Die Heime könnten wegen Personalmangels niemanden aufnehmen. Mittlerweile befindet sich der Mann seit mehr als einem Monat im Krankenhaus, da seine Frau, die ihn pflegt, einen Nervenzusammenbruch erlitten hat. „Inzwischen hat er die Pflegestufe 6, ist aber immer noch im Spital“, berichtet der Sohn des Demenzkranken.
Liste Fritz will einen Rechtsanspruch auf Pflege
Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz reagierte auf den „Krone“-Bericht: „Es kann doch wirklich nicht sein, dass die Menschen zu Bittstellern werden, wenn sie auf der Suche nach einer geeigneten Betreuung für ihre Angehörigen sind.“ Haselwanter-Schneider betont, dass zu pflegende Personen und deren Angehörige „keinen Spießrutenlauf“ absolvieren sollen, wenn sie auf der Suche nach Betreuung sind. Daher erklärt sie: „Wir als Liste Fritz wollen einen Rechtsanspruch auf Pflege und Betreuung in Tirol verankern, damit im Pflegebereich endlich die großen Brocken aus dem Weg geräumt werden!“
Sie sieht die Versäumnisse bei der schwarz-grünen Landesregierung. „Viele Menschen müssten nicht in Altenwohn- und Pflegeheimen untergebracht werden, wenn wir in Tirol frühzeitig an alternativen Wohnformen gearbeitet hätten. ÖVP und Grüne haben diese Weiterentwicklungen in den vergangenen zehn Jahren jedenfalls verschlafen“, kritisiert die Liste Fritz-Chefin.
In einem Land wie Tirol muss es doch möglich sein, dass wir für jede Oma und auch für jeden Opa, generell für jeden Angehörigen eine geeignete Pflege und Versorgung sicherstellen können.
Andrea Haselwanter-Schneider
Demenz-Kompetenzzentren als Entlastung für Heime
Immerhin habe man der ÖVP ein Bekenntnis zu den Demenz-Kompetenzzentren abringen können. „Demenzkranke brauchen ein geeignetes Umfeld für ihre Unterbringung, damit entlasten wir das Pflegepersonal in den Heimen und werden auch dem speziellen Pflegebedarf dieser Menschen gerecht“, plädiert Haselwanter-Schneider für die Idee der Liste Fritz.








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).