Im Jahr 1961 absolvierten 17 junge Frauen in Salzburg Nonntal ihre Matura. 2022 kamen sie - verpsätet - zum 60-jährigen Abschlusstreffen zusammen. Ihre 102-jährige Deutsch-Professorin ließ sich das Jubiläum nicht entgehen.
Ob sie noch Zukunftswünsche habe, wird der Gast, der mitten in der Runde sitzt, gefragt. „Also bitte, wenn man mit 102 Jahren noch Wünsche an die Zukunft hat, dann ist man ja blöd!“ – Hanna Domandl antwortet resch. Rund um sie sitzen neun Frauen, alle Ende 70 und ihre ehemaligen Schülerinnen. Der Grund des Zusammentreffens: Das 60-jährige Maturajubiläum.
Haus und Garten schupft sie fast allein
1961 legten 17 junge Frauen im Mädchen-Realgymnasium in Salzburg-Nonntal die Reifeprüfung ab. 61 Jahre später, treffen sie sich, nach Pandemie-Pause verspätet, zum Jubiläum. Ihre Professorin von damals lässt es sich nicht nehmen, trotz ihres hohen Alters, noch vorbeizuschauen.
Margit Kern, eine der Maturantinnen von damals, heute 79, hat ihre ehemalige Deutschprofessorin für das Maturatreffen abgeholt und ins Nonntal gebracht. Haus und Garten schupft Domandl fast allein. „Ich habe vor wenigen Tagen noch den Rasen gemäht und die Beete auf Vordermann gebracht.“ Verwandte schauen regelmäßig nach dem Rechten, bringen ihr das Essen. Einmal pro Woche kommt eine Putzfrau.
Erstes Unterrichtsjahr zwei Jahre nach Kriegsende
Domandls erstes Unterrichtsjahr liegt heute 75 Jahre zurück, ein ganzes Leben. In der Pension begann die Historikerin zu schreiben und brachte noch zwei Bücher heraus. Ihre einstigen Schülerinnen hat sie in bester Erinnerung. „Dabei hatten wir einen schlechten Ruf und waren als wild verschrien“, sagt Kern. Warum? Darüber gehen die Meinungen noch 61 Jahre später auseinander.














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