
„Der Skandal ist groß“, zieht nun der erste Politiker in Berndorf Konsequenzen - allerdings nicht aus den Reihen der Kritisierten. Vielmehr will Vizebürgermeister Kurt Hoffer von der Liste LZB nun aus Protest zurücktreten.
Es sei einfach eine Frage des politischen Anstandes, begründet Kurt Hoffer seinen Rücktritt: Er will nach den Vorwürfen gegen Bürgermeister Franz Rumpler und andere Mitglieder der Stadtregierung nicht länger gemeinsame Sache mit der Volkspartei machen. „Der Skandal ist so groß, dass es für mich nur eine politische Konsequenz gibt, nämlich meinen Rücktritt vom Amt“, heißt es in einer Stellungnahme, die der „Krone“ vorliegt. Ein vernünftiges Arbeiten sei „nach diesen unglaublichen Vorwürfen“ nicht möglich, so Hoffer. Gemeint sind umstrittene Grundstücksverkäufe sowie -widmungen, von denen der Stadtchef selbst über Umwege profitiert haben soll. Rumpler selbst weist sämtliche Vorwürfe zurück. Die Kritik an der „Zerstörung des Umweltparadieses“ am Berndorfer Kremesberg hält aber weiterhin an.
Unter diesen Umständen kann ich mit dem Bürger- meister und den anderen Gemeinderäten der Volkspartei nicht länger zusammenarbeiten.
Vizebürgermeister Kurt Hoffer, Berndorf
Wie berichtet, war es bei der letzten Gemeinderatssitzung zum Eklat gekommen – neben Hoffer waren auch sämtliche Mandatare der SP und zweier Bürgerlisten ausgezogen, um entsprechende Beschlüsse zu verhindern. Einen Termin für die Fortsetzung der geplatzten Sitzung gibt es übrigens noch nicht.














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