05.07.2022 11:00 |

„Krone“-Interview

Spitzenduo für Wahl: Kein grünes Frauen-Problem

Das grüne Spitzenduo Gebi Mair und Petra Wohlfahrtstätter über die Zeit in der Regierung: „Es waren neun Jahre, die gut waren für Tirol.“ Jedes Prozent Zugewinn helfe bei Maßnahmen gegen die Klimakrise.

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Krone“: Dem grünen Klubchef laufen die Frauen davon: Was ist da los bei den Grünen?
Gebi Mair: Eine Frau sitzt ja da! (Zeigt auf Petra Wohlfahrtstätter). Wir haben uns bewusst für eine Doppelspitze entschieden.
Petra Wohlfahrtstätter: In einer Partei, die als einzige eine wirkliche Parität hat, ist es schon eine Ansage, dass die Frauen weglaufen. Im Gegenteil. Es gibt einen Wechsel, ja. Wir sind die einzige Partei, die eine Doppelspitze mit Mann und Frau hat. Die Frauen gehen ja nicht zum Gebi Mair oder laufen vor ihm weg, sondern sie sind da, weil sie grüne Politik machen wollen.

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Ich war immer ein Mensch mit Ecken und Kanten, Vorteilen und Fehlern und dazu stehe ich. Ich bin kein stromlinienförmiges Kunstprodukt.

Gebi Mair

Ist Gebi Mair unumstritten in der Partei?
Mair: Ich war immer ein Mensch mit Ecken und Kanten, Vorteilen und Fehlern und dazu stehe ich. Ich bin kein stromlinienförmiges Kunstprodukt.

Wie steht es denn um Ihre Fähigkeiten als Mediator?
Mair: Ich bewerte mich als Politiker. Diese brauchen Führungsstärke. Die ist wichtig, damit man Menschen auch mitnehmen kann. Wichtig ist, auf persönlicher Ebene im Gespräch bleiben.

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Im politischen Bereich kennen mich weniger, im Gesundheitsbereich habe ich einen relativen Bekanntheitsgrad in Tirol.

Petra Wohlfahrtstätter

Genau das werfen Ihnen aber Kritiker vor: Dass es diesen Austausch nicht gegeben hat und die Konsequenz daraus ist, dass Ihnen verdiente Kräfte abhanden kommen.
Mair: Es hat eine demokratische Wahl gegeben, und gewinnen ist angenehmer als verlieren.

In Sachen Bekanntheitsgrad gibt es laut „Krone“-Umfrage noch Aufholbedarf!
Wohlfahrtstätter: Ich bin ja noch nicht gewählt. Im politischen Bereich kennen mich weniger, im Gesundheitsbereich habe ich einen relativen Bekanntheitsgrad in Tirol. Wir treten gemeinsam als Erfahrung und Erneuerung an. Wir haben einen sparsamen Wahlkampf geplant.

Würden die Grünen von der VP das Gesundheitsressort übernehmen wollen?
(Beide überlegen) Wohlfahrtstätter: Wir übernehmen bei einem guten Wahlerfolg gerne Regierungsämter. Ich bin in die Politik gegangen, weil ich Gesundheitspolitik machen möchte. Das ist eine Querschnittsmaterie, da ist alles dabei. Klimaschutz ist genauso Gesundheitspolitik. In welcher Funktion das sein wird, wird man sehen.

Eine klare Ansage schaut anders aus.
Wohlfahrtstätter: Wünschen kann man sich viel, was dann in Erfüllung geht, ist was Anderes. Mir ist wichtig, dass wir einen substanziellen Beitrag leisten können.

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