26.06.2022 08:00 |

Wohnungsmarkt bremst

Teures Wohnen hindert Salzburg am Wachsen

Die Landeshauptstadt legt bis 2042 um nur 2,4 Prozent bei der Bevölkerung zu. Ein Wohnbauforscher zeigt die Probleme auf.

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Während der Staat Österreich in den nächsten 20 Jahren um rund fünf Prozent an Einwohnern dazugewinnen wird, fällt das Wachstum in der Stadt Salzburg mit 2,4 Prozent laut Statistik Austria maximal halb so hoch aus. 2042 würden demnach mit 159.500 Personen nur 3700 mehr in der Landeshauptstadt leben als derzeit.

Schon allein angesichts des akuten Arbeitskräftemangels wäre ein kräftigerer Zuzug jedoch begrüßenswert. Doch das Leben in der Mozartstadt hat eben seine finanziellen Tücken. Wenn sich an den enorm hohen, österreichweit im absoluten Spitzenfeld befindlichen Lebenshaltungskosten nichts ändert, hindert sich Salzburg zukünftig selbst am Wachsen.

Die „Krone“ fragte bei Wohnbauforscher Bernhard Gugg nach den Ursachen nach. „Die Wohnkostenbelastung in Salzburg ist sehr hoch“, sagt der Experte vom Institut für Raumordnung und Wohnen in Salzburg. „Im Vergleich mit anderen Bundesländern gibt es wenig Förderung für Neubau und kommunalen Bau, also Gemeindewohnungen!“ Davon hat die Landeshauptstadt nur 1700 Stück. Der Anteil an geförderten Wohnungen ist unterdurchschnittlich.

Gemeinnützige stehen gewaltig unter Druck
Ein Problem, das Salzburg auch beschäftigt, sind die hohen Mieten. „Salzburg hat im Vergleich mit Wien viele Wohnungen, die nach1945 gebaut worden sind. Für sie gibt es keine Preisdeckelung. Da findet man den schnell Angebote, wo 17, 18 Euro Miete pro Quadratmeter verlangt werden. Zudem wird die Hälfte der privat vermieteten Wohnungen nur für drei Jahre vermietet. Da wird dann der Preis regelmäßig an den Markt angepasst!“

Nichts Neues ist zudem, dass in Salzburg zu wenig gebaut wird. „Die Gemeinnützigen etwa stehen sehr unter der Druck, weil hohe Grundstücks- und Baupreise hohe Gesamtkosten ergeben. Dementsprechend schauen auch die Wohnungspreise aus“, führt Gugg weiter aus.

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