Jedem Abschied liegt ein Zauber inne. Mit dem zauberhaften „Merlin“ hat Iris Laufenberg einst ihre Intendanz am Grazer Schauspielhaus begonnen. Nun hat sie ihre Pläne für ihre letzte Saison in der Steiermark präsentiert. Zu sehen gibt es alte Bekannte und neue Gesichter - und am Ende einen rauschenden Abgesang!
Zum Abschied holt Iris Laufenberg noch einmal Regisseure nach Graz, die ihre Intendanz mitgeprägt haben: Claudia Bossard inszeniert zum Start der Saison Wildes „Bunbury“, Markus Bothe nimmt sich Molières „Der Menschenfeind“ an, Franz-Xaver Mayr vermischt Kleists „Penthesilea“ mit einer Kurzgeschichte von Marlene Streeruwitz und Jan-Christoph Gockel, der einst mit „Merlin“ Laufenbergs Graz-Einstand inszeniert hat, kommt ebenfalls wieder und präsentiert eine Bühnenbearbeitung von Lars von Triers TV-Serie „Hospital der Geister“.
Neue Gesichter der neuen Saison
Doch es gibt auch viele neue Gesichter zu entdecken: Regisseure wie Julia Skof, Lorenz Nolting und die in ihrer kroatischen Heimat längst als Star gefeierte Anica Tomić arbeiten erstmals in Graz. Und mit Sebastian Pass gibt es auch im Ensemble einen Zugang - er ersetzt Nico Link, der nach Magdeburg wechselt. Auch Rudi Widerhofer wird nach vielen Jahren als Dauergast nun fixes Ensemblemitglied.
Dem Schwerpunkt auf zeitgenössische Dramatik bleibt Laufenberg auch in ihrer finalen Saison treu. So stehen etwa zwei Uraufführungen auf dem Programm: Paula Thielecke lässt in „Judith Shakespeare - Rape and Revenge“ eine fiktive Schwester des großen Barden zu Wort kommen und Patty Kim Hamilton beschäftigt sich in „Sex Play“ humorvoll und spielerisch mit Sex und Körperlichkeit.
Mit einem großen Festival soll das mehrjährige Projekt „wir* - Eine Grenzerfahrung“ zu Ende gebracht werden, auch das Dramatiker*innefestival steht wieder auf dem Programm. Und Sandy Lopičić und die junge Autorin Hannah Zufall gestalten am Ende der Saison mit „Das Ende vom Lied“ einen rauschenden Abgesang auf die Ära Laufenberg.
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