23.04.2022 19:00 |

Beweise verschwiegen?

Der nächste Kripo-Ermittler muss vor die Richterin

Richterin Elisabeth Reich hat schon ihren nächsten Fall: Wieder geht es um mutmaßlichen Amtsmissbrauch, wieder ist ein Salzburger Kripo-Ermittler angeklagt. Eigentlich hat der Strafprozess bereits im Herbst begonnen. Nun muss er neu durchgeführt werden.

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Es geht wieder um einen Fall aus der Suchtgift-Kriminalität - im Detail um eine türkische Täter-Gruppe, die offenbar 100 Kilogramm Heroin nach Salzburg schmuggeln wollte. Ein Kripo-Ermittler soll dabei die Informationslage gegenüber den Strafbehörden verschleiert und Ermittlungen nicht vollständig dokumentiert haben. Im Detail ging es um eine Mail-Korrespondenz mit bosnischen Behörden. Am 4. Oktober hatte der Prozess wegen des Vorwurfs der falschen Beurkundung und Beglaubigung im Amt sowie der falschen Beweisaussage begonnen: Der angeklagte Beamte erklärte sich nicht schuldig und beteuerte seine Unschuld. „Er wollte nichts verschleiern“, betonte auch dessen Verteidiger.

Prozess muss neu durchgeführt werden

Damals wurde der Prozess vertagt. Nun muss er aufgrund einer möglichen Befangenheit neu durchgeführt werden. Und ausgerechnet Richterin Elisabeth Reich, die bekanntlich am Donnerstag einen hochdekorierten Salzburger Ermittler nicht rechtskräftig verurteilt hat, wird die Strafverhandlung durchführen. Ein Termin ist noch nicht bekannt.

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