Wegen Ukraine-Krise

Land drückt bei Energiewende nun aufs Tempo

Der Krieg in der Ukraine findet bei uns seinen Niederschlag in rasant gestiegenen Preisen für Sprit, Strom und Gas. Daher müsse in diesem Bereich die Abhängigkeit von Russland reduziert werden, gibt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Linie vor. Die Wende hin zu erneuerbaren Energiequellen wird beschleunigt.
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„Wir alle stehen unter dem Eindruck der schrecklichen Geschehnisse des Krieges in der Ukraine“, sagte Mikl-Leitner am Dienstag in St. Pölten bei der Präsentation des sogenannten Energiewende-Beschleunigungspakets. NÖ wolle bis 2030 die Leistung von Windkraft verdoppeln und jene aus Fotovoltaik sogar verzehnfachen, erinnerte die Landeshauptfrau an die Ziele des Energie- und Klimafahrplans. „Aufgrund der aktuellen Geschehnisse geht es jetzt aber darum, bei der Energiewende Tempo zu machen“, so Mikl-Leitner.

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Schon jetzt ist sichtbar und spürbar, dass der Krieg Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, etwa bei der Versorgung mit Energie.

Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich

Weniger Bürokratie
Konkret müsse der Ausbau vorangetrieben, die Bürokratie reduziert werden. Die Festlegung von Fotovoltaik-Zonen im Land wird daher vorgezogen und soll noch vor dem Sommer vorgestellt werden. Zur Beschleunigung der nötigen Verfahren wird die Zahl der Sachverständigen aufgestockt. Zudem werden Umwidmungen für Energiegebäude vereinfacht.

Vorräte anlegen
Den raschen Ausbau der Leitungsnetze sowie das Anlegen ausreichender (Energie-)Vorräte - etwa von Pellets - forderte Landesvize Stephan Perkopf vom Bund. Und EVN-Vorstand Franz Mittermayer betonte, dass der heimische Energieversorger heuer 400 Millionen Euro in den Ausbau von Windkraft, Fotovoltaik, Wasserkraft und Biomasse investiere.

Christoph Weisgram
Christoph Weisgram
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