„Befremdlich“

KZ-Projektion bei Corona-Demo sorgt für Entrüstung

Mit höchst aggressiven Teilnehmern hat es die Polizei bei einer als „Spaziergang“ titulierten Mini-Demo von Corona-Maßnahmen-Kritikern am Mittwochabend in Niederösterreich zu tun bekommen. Neben Tritten, Bissen und Einkesselungsversuchen der Beamten sorgte vor allem eine Projektion auf die Mauer des Schlosses St. Peter in der Au am Ende der Veranstaltung für Entrüstung - nicht zuletzt seitens der Polizei, die sich mit Nachdruck von deren Inhalt distanzierte. Mit dabei waren laut „Krone“-Informationen offenbar auch viele Oberösterreicher, die zu den Steyrer Spaziergehern gezählt werden.

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Als „besonders befremdlich“ bezeichnete Polizeisprecher Johann Baumschlager die Zeilen, die via Projektion auf der Mauer des Schlosses prangten. „Wir befolgen Befehle: 1945 KZ Aufseher. 1990 Mauerschützen. 2021 Polizisten“, stand dort zu lesen. Man distanziere sich „auf das Entschiedenste gegen diese Form von Verunglimpfung“ machte die Polizei ihrem Ärger Luft. Auch seien in der Sache bereits Ermittlungen des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eingeleitet worden, wurde betont.

Hundert Teilnehmer, darunter auch Kinder
Doch auch im Zuge der Demo selbst musste die Polizei mehrfach eingreifen, es kam zu einigen recht brenzligen Situationen. So sei die Versammlung, an der etwa hundert Menschen, darunter auch Kinder, teilnahmen, nicht angemeldet gewesen, als Veranstalter gab sich ebenfalls keiner der Anwesenden zu erkennen, hieß es.

Im Zuge der Veranstaltung hätte man mehrfach auf die Maskenpflicht hingewiesen, so Baumschlager weiter, und in der Folge mit der Überprüfung ihrer Einhaltung begonnen. Die Reaktionen darauf seien von den Demonstranten äußerst aggressiv gewesen. Es kam zur Festnahme einer Demonstrantin. 

Aggressivität vor Augen der Kinder
Vor den Augen der Kinder hätte ein Teil der Protestteilnehmer dann den Abtransport der Festgenommenen zu verhindern versucht. Die Demonstranten hätten sich im Kreis um die Beamten gestellt und sie so umzingelt. Auf den Streifenwagen sei eingetreten, und dieser an mehreren Stellen „schwer beschädigt“ worden, so der Sprecher.

Im Zuge einer weiteren Festnahme, ein Mann hatte einen Beamten angegriffen und zur Seite gestoßen, versuchte der Verdächtige u.a., die Polizisten zu beißen. Auch bei dieser Festnahme kam es laut Exekutive zur Beschädigung eines Polizeiautos. Es hagelte mehrere Anzeigen gegen insgesamt elf Personen, so die Bilanz - die beiden Festgenommenen seien ebenfalls angezeigt und danach auf freien Fuß gesetzt worden, erklärte Baumschlager.

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