Dezentrale Ausbildung

Forderungen gegen drohenden Pflegenotstand

„Wir stehen vor einem Pflegenotstand in Niederösterreich und müssen im eigenen Verantwortungsbereich endlich handeln“, kritisiert Abgeordnete Silvia Moser von den Grünen. Sie läuft damit bei Gewerkschafter Waldhör offene Türen ein. Hunderte Stellen sind, wie berichtet, in der Hauskrankenhilfe frei, aber auch Heime und Spitäler suchen.

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„Das Herumgeschiebe der Verantwortung zwischen Bund und Land geht mir auf die Nerven“, betont Silvia Moser, Sozialsprecherin der Grünen. Wegen fehlenden Personals werden dringend benötigte Betten in Spitälern und Pflegeheimen gesperrt. Sie fordert eine Pflegereform und attraktivere Ausbildungsmodalitäten.

300 Stellen vakant
Der größte Arbeitgeber im Land ist die Landesgesundheitsagentur, die an 27 Klinik-Standorten und 50 Heimen rund 15.000 Pflegedienstposten bietet. Dort sind 300 Stellen vakant. In Pflegeheimen wurden bereits 2021 wegen Personalmangel ganze Stationen gesperrt. Derzeit betreffe das 160 der 6000 Betten.

Bessere Ausbildungsmöglichkeiten
GÖD-Gesundheitsgewerkschafter Reinhard Waldhör schlägt in die gleiche Kerbe wie Moser. Kurzfristig müsse man mehr bieten als das starre Korsett von Landesvertragsbediensteten-Gesetz und Co. Langfristig brauche es auch bessere Möglichkeiten zur Ausbildung. Etwa eine höhere Schulform für Pflege, wie etwa die HTL im Technikbereich. Und das in jedem Viertel des Landes. Der Pilot dazu in Gaming sei da ein voller Erfolg.

„Wird Druck gemacht“
In allen Gesprächen mit Gesundheitsminister Mückstein werde Druck gemacht, dass die Pflegereform rasch Gestalt annimmt, heißt es aus dem Büro von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Sobald feststehe, was der Bund macht, könne das Land gezielt darauf aufsetzen. Man tue zudem alles, um Ausbildungsplätze an vielen Standorten zu schaffen. Das bedürfe aber der Abstimmung mit zwei Ministerien.

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