22.12.2021 13:00 |

Hilfe fürs Nötigste

„Viele schaffen es nicht mehr“

Für viele Salzburger und ihre Familien reicht das Einkommen oft nicht mehr zum Leben. Jede zehnte Familie im Bundesland ist armutsgefährdet. Um Weihnachten tritt das oft noch stärker hervor als im restlichen Jahr. Zwei Vereine haben sich der Unterstützung von Bedürftigen verschrieben.
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Ein trister Wintertag in Leogang. Den Wartenden am Parkplatz gehen plötzlich die Augen auf. Tina Widmann und die „Rollenden Herzen“ rollen an. Die ehemalige Politikerin hat 2013 den Verein gegründet, um Menschen zu helfen. Ihre Busse bringen auch Jahre später Lebensmittel und das Nötigste, wie Wintermäntel oder Schuhe, zu denen, die es brauchen.

„Wir haben viele Frauen, Pensionisten, Alleinerziehende, auch Männer, bei denen es sich hinten und vorne nicht mehr ausgeht“, erklärt Widmann. Sie und ihr Team fahren Woche für Woche Lebensmittel, die vorm Wegwerfen gerettet werden, oder Kleidung mit den Bussen aus. Die Nachfrage ist groß und die Bustüre steht allen offen. „Viele schaffen es gerade zu Weihnachten nicht, dass sie alle finanziellen Anforderungen stemmen.“

Die Busse von Widmann steuern im Pinzgau, Pongau und Tennengau wöchentlich zahlreiche Orte an. Im Flachgau sorgen die Menschen der Flachgauer Tafel dafür, dass Lebensmittel nicht weggeworfen und Bedürftigen geholfen wird. Seit 2012 ist der Verein für die da, die von Armut bedroht oder schon davon betroffen sind. Mit Seekirchen, Mattsee und Faistenau gibt es inzwischen drei Ausgabestellen. Für einen kleinen Beitrag bekommt man Gemüse, Obst und das, was in Geschäften nicht mehr verkauft werden kann. Sogar am 24.12. sperrt die Tafel in Mattsee noch einmal für die Menschen auf.

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