Samt Entführung

Jugendliche planten Überfall auf betagtes Ehepaar

Ihr Ziel: ein Raubüberfall auf ein hochbetagtes Ehepaar in dessen Haus im niederösterreichischen Pottendorf. Die Tat: bereits ins Detail geplant. Durchgeführt wurde sie allerdings nicht, denn ein 18-Jähriger sollte die Tat bei der Polizei auffliegen lassen. Mehrere Beschuldigte befinden sich in Haft - der jüngste von ihnen ist erst 15 Jahre alt. Der 17-jährige Hauptverdächtige hatte als Heimhilfe bei dem Ehepaar gearbeitet.

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Am 29. September erschien ein 18-Jähriger bei der Polizeiinspektion und berichtete von der geplanten Home Invasion - die Opfer: ein 90 Jahre alten Mann und dessen blinde, pflegebedürftige Frau. Untermauern konnte der junge Tippgeber die geplante Tat mit Mitschnitten von Telefonaten. Geschehen sollte die Tat in der Nacht auf den 4. Oktober. Der junge Mann konnte zudem die Namen mehrere Täter nennen.

Beamte der Cobra legten sich daraufhin in besagter Nacht auf die Lauer. Das betagte Paar war nicht zu Hause, der Mann war in Sicherheit gebracht worden, die Frau im Krankenhaus. Doch der Überfall wurde nicht verübt. Die Polizei nahm noch in derselben Nacht drei mutmaßliche Haupttäter fest, Burschen im Alter von 15, 17 und 25 Jahren. Sichergestellt werden konnten vier Faustfeuerwaffen, ein Schlagring und ein Autoschlüssel.

Überfall bis ins Detail geplant
Der detaillierte Plan der Home Invasion sah der Polizei zufolge vor, dass fünf Täter in drei Gruppen vorgehen. Der 15-Jährige sollte Aufpasserdienste leisten und mit dem Haupttäter (17) telefonisch in Verbindung stehen.
Ein weiterer Täter sollte an der Haustüre anläuten und das Opfer ablenken, während die restlichen, maskiert und unter Verwendung von Faustfeuerwaffen, in das Haus eindringen sollten.

Die Opfer sollten gefesselt und dem 90-Jährigen die Augen verbunden werden. Während drei Täter dann mit dem Auto des Opfers nach Linz fahren sollten, um den Wagen dort zu verkaufen bzw. auf dem Hinweg bereits Bargeldbehebungen mit den erbeuteten Bankomat- bzw. Kreditkarten vorzunehmen, sollten anderen das Haus nach weiteren Wertgegenständen durchsuchen. Selbst die Entführung der blinden Frau war der Polizei zufolge angedacht. Erwartet wurde für jeden Beteiligten ein zumindest fünf- bis sechsstelliger Geldbetrag.

Umfassende Geständnisse, nur einer schwieg
Zwei der drei Hauptverdächtigen, der 15-jährige gebürtige Pole sowie der 25-jährige Serbe, zeigten sich umfassend geständig, der mutmaßliche Haupttäter (17), ebenfalls serbischer Landsmann, machte auf Anraten seiner Anwältin von seinem Recht Gebrauch, nicht aussagen zu müssen. Laut Polizei wurden auch die weiteren Beschuldigten ausgeforscht. Sie waren umfassend geständig.

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