15.11.2021 14:00 |

Ringen

AC Wals: Angst vor leerem Haus im Finale

Die Salzburger Ringer-Hochburg AC Wals steht wieder im Bundesliga-Finale - doch anstatt einer ausverkauften Halle droht im Dezember ein leeres Haus. 1500 bis 2000 Fans fieberten vor Corona mit den Ringern in der Walsferfeldhalle bei den Endkämpfen mit, darunter auch sehr prominente aus anderen Sportarten. Die aktuelle Corona-Lage könnter aber zum Spielverderber werden.

Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer war ebenso schon zu Gast wie der langjährige ÖSV-Zampano Peter Schröcksnadel: Ringer-Finalkämpfe des AC Wals sind längst ein gesellschaftliches Ereignis mit bis zu 2000 Fans.

Letzte Ringer-Party im Dezember 2019
Letztmals so gut gefüllt war die Walserfeldhalle allerdings im Dezember 2019, als die Salzburger ihren 53. Mannschaftsmeistertitel gegen den KSK Klaus (Vlbg.) einfuhren. Dann kam Corona. Heuer lief der Ligabetrieb dank strenger Regeln (zwei verpflichtende PCR-Tests pro Woche) bisher tadellos. Und der AC Wals fixierte Samstag mit dem 36:22-Erfolg in Götzis zwei Runden vor Schluss den neuerlichen Finaleinzug.

Finalgegner der Salzburger ist noch offen
Wer dort am 4. Dezember (auswärts) und am 11. Dezember (daheim) wartet, ist noch offen: erneut KSK Klaus oder Tirols Hochburg Inzing.

Wer auch immer es wird – es geht die Fan-Angst um. Nämlich, dass ausgerechnet im Dezember aufgrund der Coronazahlen gar keine Zuschauer erlaubt sind. „Sicher spukt das im Hinterkopf herum. Wir wissen, dass das Judo-Finale ohne Zuschauer stattfinden wird. Aber wir müssen einmal abwarten“, betont Wals-Obmann Toni Marchl.

In der Bundesliga sind aktuell 240 Fans erlaubt
Bei den noch ausstehenden zwei Bundesliga-Runden sind 240 Fans erlaubt (mit 2G-Regel). Der Ringerverband wird aber erst Anfang Dezember seperat entscheiden, welche Kapazitäten bei den Finalkämpfen möglich sind.

Zur Not hilft Livestream
„Möglich wäre auch, dass wir die 600 Sitzplätze in der Halle belegen können, keine Stehplätze erlauben.“ Sollte jedoch gar kein Publikum möglich sein, wird Wals auf den heuer gut erprobten YouTube-Livestream setzen. „Da hatten wir im Schnitt 1500 Zuschauer bei den Heimkämpfen“, so Marchl. Für Markus Ragginger, Simon Marchl und Co. auf der Matte aber nur ein schwacher Trost.

Herbert Struber
Herbert Struber
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