14.11.2021 16:00 |

Ski alpin

Leitinger nach OP: „Die Ungewissheit bleibt“

Ski-Ass Roland Leitinger hat die Operation nach seinem dritten Kreuzbandriss gut überstanden. Der 30-jährige Pinzgauer über die erste schlaflose Nacht, warum er sich bei der OP für einen Knie-Spezialisten in München entschied und wann er heim darf.

Nach dem dritten Kreuzbandriss in seiner Ski-Karriere wurde Roland Leitinger vom SC St. Martin/Lofer am Freitagvormittag in München beim Arzt der deutschen Ski-Nationalmannschaft, Manuel Köhne, operiert. Die „Krone“ sprach mit dem 30-jährigen RTL-Vizeweltmeister von 2017 Samstag über:

den aktuellen Zustand: „Ich habe schon ziemliche Schmerzen, die erste Nacht war nicht nett. Ich habe noch Schläuche drin, kann nur am Rücken liegen.“

den Verlauf der OP: „Der Arzt ist überzeugt, dass es super gelaufen ist. Es war eine komplexere Verletzung als 2018, als ich mir ebenfalls im rechten Knie das Kreuzband gerissen hatte. Diesmal ist auch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen worden.“

Wahl des Arztes, nachdem er vor drei Jahren in Innsbruck operiert worden war: „Innsbruck war eine Option, aber ich war zur Erstversorgung in Salzburg bei Helmut Klampfer. Und über meinen Physiotherapeuten Marcus Hirschbiel am Königssee, der mir bei meinen Rückenproblemen viel geholfen hat, bin ich auf Manuel Köhne gekommen. Ein erprobter Mann, der schon viele Sportler operiert hat. Er hat das Kreuzband über die Quadrizepssehne rekonstruiert.“

den Vorfall am Dienstag beim Parallel-Training auf der Reiteralm: „Ich habe sofort gemerkt, dass das Kreuzband ab ist, da gab es keine Hoffnung. Es ist bei der Fahrt durch den Druck aufs Knie gerissen, gestürzt bin ich erst danach.“

die Länge des Aufenthalts an der Orthopädischen Chirurgie (OCM) München: „Montag darf ich nach Hause. Plan wäre, dass mich meine Lebensgefährtin Simone abholt.“

das Parallel-Rennen in Lech/Zürs: „Ich war letztes Jahr dort, ein super Hang. Ich hoffe, dass ich es mir am Sonntag zumindest teilweise im TV anschauen kann.“

den Comebackplan: „Das ist so schwierig zu beantworten. Grundsätzlich steht die Gesundheit an erster Stelle. Natürlich gibt es den Gedanken, wieder da hinzukommen, wo ich beim Auftakt in Sölden war. Aber die Ungewissheit, ob das gelingt, bleibt.“

die ersten Reha-Schritte: „Wichtig ist, dass die Schwellung rauskommt, dass das Knie reizfrei wird. Das Abbiegen ist natürlich nur ganz limitiert möglich. Nach vier Wochen sollte es dann langsam Richtung leichtes Training gehen.“

den Zuspruch von außen: „Es haben sich nach Sölden sehr viele mit mir mitgefreut, jetzt leiden sehr viele mit mir. Ich habe hunderte Nachrichten bekommen.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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