11.11.2021 14:00 |

Ski alpin

Bitter: Leitinger bleibt Olympia-Fluch erhalten

Nach drei WM-Auftritten samt der Silbermedaille 2017 in St. Moritz bleibt Roland Leitinger ein Antritt unter den fünf Ringen weiter verwehrt. Der dritte Kreuzbandriss soll für den 30-jährigen RTL-Spezialisten aber nicht das Ende sein.

Von einem Tag auf den anderen ist alles vorbei: Statt den Fokus auf das Parallel-Rennen in Lech zu legen, muss sich Roland Leitinger seit Dienstag mit dem dritten Kreuzbandriss seiner Karriere beschäftigen. Die nächste OP, die nächste Reha. Der 30-Jährige kennt das nur zu gut. „Ich verspüre eine große Leere“, hatte der Auftakt-Zweite von Sölden in einem ersten Statement gemeint. Ach sein Bruder Gerald, zugleich Skiclub-Obmann und Boss des Leitinger-Fanklubs in St. Martin/Lofer, war zermürbt.

„Den Boden unter den Füßen weggezogen“
Nach eineinhalb Jahren Corona-Pause hatte er für Sölden wieder eine Fanfahrt organisiert, alle wurden mit Rolis bester Weltcup-Platzierung belohnt. Nun das. „Da hat es uns schon den Boden unter den Füßen weggezogen“, betonte Gery. Er hatte Dienstag Mittag erfahren, dass es beim Training auf der Reiteralm einen Vorfall gab, Roland zur Untersuchung unterwegs war. „Da hofft man noch. Als der Kreuzbandriss feststand, war es schon ein Schock.“

Schwere Verletzung ohne Sturz zugezogen
Zumal die Verletzung nicht einmal bei einem Sturz, sondern beim Parallel-Training während der Fahrt passiert sein soll. Die unglaublichen Kräfte, die da aufs Knie wirken, waren offenbar zu hoch.

Klar ist: Leitinger will sich nicht unterkriegen lassen, ein neuerliches Comeback wagen. Sein Zimmerkollege Stefan Brennsteiner hat sogar vier derart schwere Knieverletzungen überstanden.

Wie vor Olympia 2018 ein Kreuzbandriss
Im Gegensatz zu Leitinger war „Brandy“ aber schon bei Olympia. Beim Vize-Weltmeister von 2017 hält der Fluch indes an. 2014 war er noch nicht so weit, vor Pyeongchang 2018 hatte er sich Kreuzbandriss Nummer zwei zugezogen – beim Training auf der Reiteralm. Die Geschichte wiederholte sich. Auf brutale Arte und Weise.

Herbert Struber
Herbert Struber
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