11.11.2021 15:00 |

Pilotprojekt für Tirol

Fit im Netz mit der Hilfe von Digital-Lotsen

Digitalisierung ist der Schlachtruf, der erschallt, wenn es um das Überleben von Betrieben in Krisenzeiten geht. Doch was das bedeutet, scheint vielen Unternehmern nicht klar zu sein. Digital-Lotsen sorgen für besseren Durchblick. 

Geändertes Einkaufsverhalten der Tiroler, Online-Giganten als übermächtige Gegner: Wer im Wettbewerb um Kunden bestehen will, muss auch im Cyberspace fit sein. Doch das sind längst nicht alle Unternehmer. Ist ein Online-Brancheneintrag wichtig? Was bringt eine eigene Website? Wie kann ich eine neue E-Mail-Adresse anlegen? Wie kann ich meine Daten absichern und vor rechtlichen Komplikationen sichern? Wollen meine Kunden WLAN? Lohnt sich ein Engagement über Facebook? Auf diese Fragen wussten viele keine Antwort – die Digital-Lotsen schon.

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Jetzt soll das Konzept auf alle 279 Tiroler Gemeinden ausgerollt werden – über regionale Kaufmannschaften, Stadtmarketings oder Innenstadtvereine unter Berücksichtigung lokaler Anbieter.

Wirtschafts-LR Anton Mattle

Angebot für Einzelhändler, aber auch Gastronomen
Ins Leben gerufen wurde das Konzept 2020 von der damaligen Wirtschafts-Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Erprobt wurde es bei einem einjährigen Pilotversuch in Kufstein, St. Johann, Hall und Wörgl. „Und jetzt soll das Konzept auf alle 279 Tiroler Gemeinden ausgerollt werden – über regionale Kaufmannschaften, Stadtmarketings oder Innenstadtvereine unter Berücksichtigung lokaler Anbieter“, sagt Wirtschafts-LR Anton Mattle, zuständig auch für Digitalisierung.

Bindeglied zwischen Unternehmern und Netzwelt
Ursprünglich als Hilfestellung für den stationären Handel gedacht, hat sich das Spektrum im Probejahr rasch erweitert. Stationäre Einzelhändler, Dienstleister oder Gastronomen – quer durch alle Branchen werden nun kleinstrukturierte, meist inhabergeführte Unternehmen von den Digital-Lotsen an der Hand genommen und professionell ins oder im Netz begleitet. Bei vielen digitalen Fragen wirken die Digital-Lotsen wie das Bindeglied zwischen den aufholbedürftigen Unternehmern und der „Netzwelt“, die bis dato mehr eine Parallelwelt war.

„Mit dem Digital-Lotsen wurde ein niederschwelliges Angebot geschaffen, um den Unternehmen unkompliziert und ganz praktisch zu helfen“, erklärt Dieter Unterberger, Obmann des Tiroler Handels. „Man hat beim Lockdown gesehen, dass gerade im Handelsbereich viele Firmen noch einiges an Aufholbedarf haben und teilweise auch die Grundlagen fehlen.“ Die Beratungskosten werden vom Land gefördert.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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