Di, 14. August 2018

Abgerutscht

01.04.2011 09:44

Fleischhauer verletzte sich selbst tödlich mit Messer

Tragischer Arbeitsunfall in einem Schlachtraum in St. Johann am Donnerstag: Wie schon oft in seinem Leben zerteilte Georg K. (58) einen Stier, als er mit dem Schlachtmesser ausrutschte. Dabei schlitzte er sich die Kniekehle auf. Obwohl Rettungskräfte rasch eintrafen, war der Blutverlust tödlich.

Der Landwirt Georg Kistner betrieb im ehemaligen Hotel Edelweiß in St. Johann einen Schlachtraum. Wie so oft war er am Donnerstag damit beschäftigt, einen Stier zu zerteilen. Das ist eine Routinearbeit für den 58-Jährigen, dem dabei von einem Mitarbeiter geholfen wurde. Kurz nach 17 Uhr passierte dann der schreckliche Unfall.

Laut Erhebungen der Polizei St. Johann war der Stier mit einem Schlachthaken aufgehängt. K. schnitt mit einem scharfen Messer von oben nach unten. Als er etwa in Bauchhöhe des toten Tieres angelangt war, rutschte er aus ungeklärter Ursache mit dem Messer ab, das in die rechte Kniekehle und in den Unterschenkelansatz des Mannes eindrang.

Durch Kreislaufstillstand gestorben
K. brach sofort zusammen. Sein Mitarbeiter schlug Alarm und leistete dem Chef Erste Hilfe. Minuten später waren ein Rettungsteam aus dem nahen Krankenhaus sowie der in Kitzbühel stationierte Notarzthubschrauber Christophorus 4 am Unfallort. Nach Wiederbelebungsversuchen konnte der Zustand des Unfallopfers stabilisiert werden, K. wurde ins Krankenhaus gebracht. Doch der hohe Blutverlust war letztlich tödlich! "Der Mann starb kurze Zeit nach der Einlieferung ins Spital aufgrund eines Kreislaufstillstandes", teilte die Polizei St. Johann mit.

von Günther Krauthackl, Tiroler Krone

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