Verkehrswende

Immer mehr Steirer radeln in die Arbeit

Steiermark
21.10.2021 10:41

Rund 22 Prozent der Steirerinnen und Steirer nutzen ihr Rad täglich oder zumindest mehrmals die Woche. Viele von ihnen radeln etwa in die Arbeit und immer mehr Firmen fördern den Umstieg ihrer Mitarbeiter aufs Rad auch.

Die Steiermark ist inmitten einer Verkehrswende. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Feinstaubbelastung und die Überlastung der Straßen machen ein Umdenken notwendig. Vier von zehn Autofahrten sind hierzulande kürzer als fünf Kilometer und könnten einfach durch ein Fahrrad ersetzt werden. Und immer mehr Steirer sind aktuellen Umfragen zufolge auch bereit, öfter mit dem Rad zu fahren - zum Beispiel in die Arbeit.

Diese Projekte sind in der Steiermark in Planung oder werden gebaut. Zudem sind auch Projekte in Deutschlandsberg und dem Ausseerland in Vorbereitung. (Bild: Krone KREATIV/Open Street Map/Quelle: Land Steiermark)
Diese Projekte sind in der Steiermark in Planung oder werden gebaut. Zudem sind auch Projekte in Deutschlandsberg und dem Ausseerland in Vorbereitung.

Doch dafür müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Gut 200 Millionen Euro investiert das Land Steiermark in den kommenden Jahren in den Ausbau der Radwege (siehe Grafik). Doch auch die Arbeitgeber sind ein wichtiger Partner beim Umstieg ihrer Mitarbeiter aufs Rad.

Immer mehr Mitarbeiter kommen mit dem Rad
Bei TDK Electronics in Deutschlandsberg hat man die Zeichen der Zeit erkannt: „Immer mehr unserer Mitarbeiter pendeln nicht mehr mit dem Auto, sondern fahren mit Fahrrad und Öffis in die Arbeit“, erzählt Horst Pölzl, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats. „Der Ausbau der Koralmbahn und die damit verbundenen attraktiveren Fahrzeiten sowie die ideale Anbindung unseres Standortes an das öffentliche Radwegenetz machen den Umstieg auch recht einfach“, berichtet Pölzl.

Lehrlinge von TDK haben für die Radfahrer sogar zwei Service-Stationen errichtet. (Bild: TDK Electronics)
Lehrlinge von TDK haben für die Radfahrer sogar zwei Service-Stationen errichtet.

Auf die geänderten Bedürfnisse der Mitarbeiter hat man daher auch intern reagiert und gemeinsam mit dem Betreiber der Parkplätze am Firmengelände rund 200 m2 an Fläche, die einst für parkende Autos reserviert waren, zu überdachten Rad-Parkplätzen mit Ladestationen für E-Bikes umgebaut. Zudem haben Lehrlinge zwei Servicestationen mit Werkzeug und Radpumpen errichtet. „Und in den Garderoben, die in den einzelnen Hallen verteilt sind, besteht auch die Möglichkeit, sich umzuziehen und zu duschen.“

Viele Betriebe fördern den Umstieg
Derartige Vorzeigebetriebe sind zum Glück keine Ausnahme mehr. Bei Knapp in Hart bei Graz etwa sind es rund 370 Mitarbeiter, die täglich aufs Auto verzichten und E-Bikes sogar von der Firma mieten können. Bei Sappi in Gratkorn ist man sogar am Bau eines Radwegs beteiligt, durch den für Mitarbeiter die Zufahrt zum Firmengelände einfacher und sicherer werden soll. Und auch zahlreiche steirische Einkaufszentren haben die Zeichen der Zeit erkannt und bauen die Zahl der Rad-Parkplätze für Mitarbeiter und Kunden massiv aus.

Auch ins Shoppingcenter kommen immer mehr Mitarbeiter und Kunden mit dem Rad. Im Grazer Murpark hat man etwa eine eigene Fahrrad-Garage eingerichtet. (Bild: Christian Jauschowetz)
Auch ins Shoppingcenter kommen immer mehr Mitarbeiter und Kunden mit dem Rad. Im Grazer Murpark hat man etwa eine eigene Fahrrad-Garage eingerichtet.

Diese Unterstützung beim Umstieg aufs Rad ist für Betriebe auch nicht ganz uneigennützig: Denn aktive Mitarbeiter, die mit dem Rad in die Arbeit kommen, sind gesünder und fitter.

Wenn das Thema Radfahren Sie interessiert, oder auch Sie überlegen öfter mal das Rad zu nehmen, finden Sie heute in der„Steirerkrone“ eine interessante Beilage zu dem Thema.

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