07.10.2021 10:00 |

Abkommen unterzeichnet

Bei Sicherheit setzt man in Tirol neue Schritte

Das Thema Sicherheit spielt auf politischer Seite eine große Rolle. Immerhin möchte man der Tiroler Bevölkerung das Gefühl geben, dass sie in einem sicheren Bundesland lebt. Am Mittwoch haben LH Günther Platter und Innenminister Karl Nehammer die neue Sicherheitsvereinbarung samt Adaptierungen unterzeichnet.

Sieben Schwerpunkte umfasst das neue Abkommen zwischen Land Tirol und dem Innenministerium. Sie reichen von der Vorbeugung und Bekämpfung von Kriminalität über gezielte Maßnahmen gegen die illegale Migration bis hin zum Krisen- sowie Katastrophenschutzmanagement. Die bedeutendsten Punkte:

  • Neue Einsatzeinheit: SRK - dahinter versteckt sich die Bezeichnung „Schnelle Reaktionskräfte“. Seit Anfang September steht in Tirol - wie auch in anderen Bundesländern - die Bereitschaftseinheit im Einsatz. „Das sind gut ausgebildete Polizisten, die im Einsatz- sowie Streifendienst sind und daher rasch bei jedem Vorfall sein können und die Schwerpunktaktionen in diversen Bereichen ausüben können“, präzisiert der Innenminister. Mit 1. November werden die „Schnellen Interventionsgruppen“ in Tirol ihren Dienst aufnehmen.
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In Tirol haben knapp 45 Kollegen ihre Bewerbung für die neue Einsatzeinheit abgegeben.

Karl Nehammer

„Sie sind vor dem Einsatzkommando Cobra vor Ort, können so bereits intervenieren und etwa den Täterzugriff durch die Cobra ermöglichen“, sagt Nehammer. Es steht jedem Polizisten frei, sich für das SRK zu bewerben. „In Tirol haben knapp 45 Kollegen ihre Bewerbung abgegeben. Darunter finden sich Einsatztrainer, langjährige sowie erfahrene Beamte und auch Kollegen, die einmal bei der Cobra waren, sind dabei“, schildert Landespolizeidirektor Edelbert Kohler. Jeder muss ein Auswahlverfahren bestehen. Kurios: Auch Cobra-Beamte, die bereits bestens ausgebildet wurden, müssen sich diesem Verfahren stellen.

  • Mehr Personal: Die Polizei setzt auf eine offensive Rekrutierung. Allein heuer starten 180 Polizeischüler ihre Grundausbildung.
  • Schwerverkehrskontrollen: An sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden am Tag werden ab sofort Lkw auf der Brenner-Route kontrolliert. „Zehn zusätzliche Beamte stehen dafür im Einsatz“, verkündet Platter. 
  • Sicherheitszentrum am Brenner: Da die Containerlage keine dauerhafte Lösung ist, wird das Zollwachgebäude in ein modernes Sicherheitszentrum umgestaltet. Und das Bildungszentrum Wiesenhof wird saniert.
  • Blackout-Übung: Um auf einen länger andauernden Stromausfall gut vorbereitet zu sein, wird am 12. November unter Tiroler LH-Vorsitz großflächig geübt. 
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