17.09.2021 20:00 |

Bundesauszeichnung

Tiroler werden gekürt: Ehre, wem Ehre gebührt

14 Tiroler Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Medizin und Verwaltung wurden am Donnerstag mit Bundesauszeichnungen geehrt. In Vertretung des Bundespräsidenten überreichte LH Günther Platter die Urkunden und Wappen. Festlich, inklusive Streichquartett und Laudationes, wurde die Zeremonie begangen.

„Ehre, wem Ehre gebührt“ – auch dieser Satz aus der Luther-Übersetzung der Bibel fiel. Dort ist die Obrigkeit gemeint: „So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt“, heißt es im Brief Paulus an die Römer. Wem ist nun aber Österreich die Ehre schuldig?

Franz Xaver Gruber, ehemaliger Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck, wurde beispielsweise auserkoren. Ihm wurde das große Ehrenzeichen verliehen. Seine Verdienste sind sein politisches und ehrenamtliches Engagement. Wer fast 15 Jahre lang in der Innsbrucker Stadtpolitik durchhält, hat jede Ehre verdient, könnte man augenzwinkernd meinen!

Leistung ist Teamarbeit
„Es ist immer schwierig, wenn man geehrt wird, das dann für sich selbst zu interpretieren. Der Herr Bundespräsident und der Herr Landeshauptmann werden sich schon etwas dabei überlegt haben. Ich glaube, dass ich meine politischen Funktionen ganz anständig abgewickelt habe, wobei man das nicht alleine macht, da gehört immer ein Team dazu“, gibt sich der ehemalige Vize bescheiden.

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Es ist immer schwierig, wenn man geehrt wird, das dann für sich selbst zu interpretieren.

Franz Xaver Gruber

Ähnlich bescheiden ist auch Monika Lechleitner, ärztliche Direktorin des Krankenhauses Hochzirl-Natters, die den Berufstitel der Medizinalrätin verliehen bekam. Auf die Frage, was Leistung nun bedeute: „Es gibt verschiedene Ebenen der Leistung, im Medizin-Bereich ist es die Hilfe in der Gesellschaft. Wobei es in einem Krankenhaus nie die Leistung eines Einzelnen ist, sondern immer des Teams.“

Das Silberne Ehrenzeichen erhielt Ferry Polai, Inhaber der gleichnamigen Tanzschule und ehemaliger Obmann der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe Tirol. Er selbst sagt zum Thema: „Leistung besteht daraus, dass wir Dinge in die Welt setzen, die den Menschen helfen. Helfen, durch regelmäßiges Tanzen gesund zu bleiben, oder die Leute zusammen zu bringen. Letztendlich ist der Tanz auch für die Seele.“ Ob also in der Politik, Medizin oder auf dem Tanzparkett: Ehre, wem Ehre gebührt.

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