15.09.2021 20:00 |

Wegewarte gesucht

Der Weg für den Alpenverein wird steiniger

Der Weg ist das Ziel! Diesen allerdings so gangbar wie möglich zu machen, wird für den heimischen Alpenverein (ÖAV) immer schwieriger. Der Nachwuchs an sogenannten Wegewarten ist überschaubar. Neuerungen sollen wieder mehr Freiwillige anlocken. Langzeitsponsor „Handl Tyrol“ möchte auch hier zur Seite stehen.

Die Tiroler Bergwelt ist jene Bühne, auf der Sommertourismus spielt. Hinter dieser Bühne arbeiten Tausende, die das Stück erst möglich machen. Zum Beispiel die Wegewarte des ÖAV. Sie halten das 26.000 Kilometer lange Wegenetz so in Schuss, dass das Wandern ein Vergnügen, in manchen Fällen erst möglich ist. Auf der neuen „Alplhütte“ hoch über Telfs stellten am Dienstag Funktionäre dieses wichtige Amt ins Rampenlicht.

„Arbeit unverzichtbar“
„Die freiwillige Arbeit unserer ehrenamtlichen Wegewarte ist unverzichtbar“, stellt Andreas Bstieler, Leiter der Sektion Hohe Munde, klar. In die Laudatio mischte sich allerdings auch Sorge, die in der gesamten Runde inklusive AV-Generalsekretär Clemens Matt geteilt wurde. Es werde nämlich – wie im Ehrenamt allgemein – immer schwieriger, Freiwillige zu gewinnen. Jeder der aktuell 300 Wegewarte ist immerhin für rund 80 Kilometer Weg zuständig. Bstieler: „Die zunehmenden Wetterkapriolen, gepaart mit einer steigenden Anzahl von Wanderern, werden uns künftig noch mehr herausfordern. Andererseits sind die Wander- und Kletterwege die  Grundlage für den Bergsport.“

Neue technische Hilfen
Um diese „Grundlage für den Bergsport“ zu sichern oder gar auszubauen, ließ man in den Vereinskatakomben die Gedanken wandern. „Zur Erfassung und dokumentarischen Aufzeichnung von Wegen haben wir eine App entwickelt“, weiß Niklas Ohnmacht, „und ein neues Risikomanagement-Tool hilft, die Auswirkungen von Naturgefahren besser einzuschätzen.“ Ein eigener Wegewartausweis soll als offizieller Nachweis etwa gegenüber Grundbesitzern oder Forststraßenhaltern dienen, Interessierte mögen sich melden. Die Behebung von Schäden sind trotz der Ehrenamtlichen kostspielig (370.000 € im letzten Jahr). Umso wichtiger seien Sponsoren wie „Handl Tyrol“, Partner seit einem Jahrzehnt. GF Christian Handl: „Die Gäste, die auch unsere Kunden sind, sollen Tirol positiv mit nach Hause nehmen. Und der Schutz der Natur ist für uns als Tiroler Familienunternehmen Ehrensache.“

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