Der 40-Jährige hatte von August bis November des Vorjahres in dem Reitstall "gearbeitet" und als "Sohn eines reichen Transportunternehmers aus Innsbruck" das Vertrauen der Besitzerin erschlichen. Er bot ihr sogar an, sich an ihrem Betrieb zu beteiligen, was dann auch vertraglich fixiert wurde.
Rechnungen nie beglichen
Doch der Hochstapler hatte anderes im Sinn: Er kaufte bei zahlreichen Firmen fleißig ein, aber die Rechnungen beglich er nie: "Er hat sogar Traktoren bestellt, die aber zum Glück nicht ausgeliefert wurden", berichtet ein Ermittler. Und der Mann soll auch Geld, das ihm die Reitstall-Besitzerin für Einkäufe gegeben hatte, abgezweigt haben.
Auto zu Schrott gefahren
Doch dann wurde es für den 40-Jährigen eng. Er "kaufte" einen neuen Pick-up. Als er diesen übernehmen sollte, fehlte das Geld. Er bekam den Wagen trotzdem, weil er angeblich "einen wichtigen Termin" hatte. Erst danach merkte der Autohändler, dass sein Kunde ein mutmaßlicher Betrüger war. Doch da hatte sich der Tiroler bereits in seine Heimat abgesetzt - wo er das Auto laut Polizei zu Schrott fuhr. Seitdem fehlte von ihm jede Spur.
Nachdem die Polizeiinspektion Weiz ermittelt hatte, gelang es Alfred Stelzer und Andreas Dirnberger von der LKA-Fahndungsgruppe den Gesuchten nahe von Salzburg auszuforschen. "Er hat wieder in einem Reitstall gearbeitet und dort den Leuten Märchen erzählt."
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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