"Für saubere Politik"

Strafanzeige wegen Edmund Müllers Millionenpension

Steiermark
03.03.2011 10:03
Die Politik verlagert sich einmal mehr in das Gericht: Nach der Anzeige gegen EU-Mandatarin Hella Ranner (siehe Infobox) ist der Staatsanwaltschaft nun eine weitere - durchaus kuriose - Strafanzeige zugegangen. Ein "Komitee für saubere Politik", wer immer sich dahinter verstecken mag, will in Sachen Edmund Müller (Bild) gleich fünf prominente Steirer vor dem Richter wissen.

Landeshauptmann Franz Voves, dessen Vize Hermann Schützenhöfer, Landesrätin Kristina Edlinger, Uni-Professor Wolf Rauch, der Aufsichtsratsvorsitzende von Joanneum-Research, und Edmund Müller, der neue Chef der Grazer SPÖ, sehen sich mit der Anzeige konfrontiert. Juristisch sehr professionell unterfüttert, konstruieren die selbst ernannten Saubermänner hier einen Untreue-Vorwurf, den dieses Quintett zu verantworten hätte.

Weil alle fünf der einvernehmlichen Auflösung des Dienstvertrages von Joanneum-Research–Chef Müller zugestimmt hätten. In dieser Causa hatte es zuletzt ja heftige Empörung gegeben, weil Müller durch die "Einvernehmliche" ein Pensionsanspruch von einer Million Euro zugestanden wurde. Man darf jetzt gespannt sein, ob und wie die Justiz darauf reagiert.
 
von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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