Quartett verhaftet

Kokain-Dealer gehen verdeckten Ermittlern ins Netz

Steiermark
01.03.2011 09:45
Drei Ungarn und ein Ukrainer sind in Graz in eine Falle der Polizei getappt. Das Quartett wollte fünf Kilogramm Kokain verkaufen - doch bei den vermeintlichen Abnehmern handelte es sich um verdeckte Ermittler. Das Suchtgift hat einen Straßenverkaufswert von rund eineinhalb Millionen Euro.

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam der Fall bereits im Vorjahr ins Rollen. Mehrere Monate war die Polizei dem Quartett bereits auf der Spur gewesen und arbeitete dabei mit den mazedonischen, kroatischen und ungarischen Behörden sowie Ermittlern des Bundeskriminalamts zusammen.

Zwei der mutmaßlichen Täter, beide Ungarn im Alter von 30 und 36 Jahren, boten den verdeckten Ermittlern im Herbst rund fünf Kilogramm hochwertiges Kokain zum Preis von 275.000 Euro an. Mitte November sollte schließlich die Übergabe der Drogen in einem Grazer Hotel erfolgen. Dabei wurden die beiden Ungarn, ein weiterer Landsmann (23) sowie ein 30-jähriger Ukrainer festgenommen und die "Ware" sichergestellt.

Kokain aus den Niederlanden
Das Kokain mit einem Reinheitsgehalt zwischen 75 und 80 Prozent war erst wenige Tage zuvor aus den Niederlanden nach Österreich geschmuggelt worden. Die einschlägig vorbestraften Beschuldigten wurden nach den Einvernahmen in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht und sitzen dort in U-Haft, so die Exekutive.

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