Zwei Mal zahlen - das stößt vielen deutschen Urlaubern, die mit dem Auto über die Grenze bei Scharnitz nach Italien reisen, sauer auf. Von Garmisch kommend müssten sie in Zirl Ost die Vignette kaufen und dann in Schönberg noch einmal Brennermaut bezahlen.
Zumindest die Vignette lässt sich locker einsparen: Durch einen Umweg über das Innsbrucker Stadtgebiet. Bei Zirl-Ost fahren sie auf die Bundesstraße über die Kranebitter Allee auf den Südring auf und von dort weiter zur Autobahn-Anschlussstelle Innsbruck-Süd. Von dort bis zum Brenner ist die Strecke vignettenfrei.
Leidtragend ist besonders der Stadtteil Kranebitten, durch fehlende Lärmschutzwände an der Autobahn und den Flughafen ohnehin schon nicht gering belastet. Die Stadt hat sich schon vor zehn Jahren dieser Problematik angenommen, aber in Verhandlungen mit der Asfinag nie etwas erreicht. Argumentiert wurde mit der negativen Beispielwirkung auf andere Städte. "Aber bei uns ist die Mautpflicht Richtung Brenner ohnehin gegeben. Beispiele für mautfreie Stadtautobahnen gibt es in anderen Städten mittlerweile viele", begründet VP-GR Uschi Waibl einen neuerlichen Anlauf.
Termin in Wien: Asfinag will Zahlen sehen
Ihr Antrag – es ist insgesamt der vierte in dieser Sache – wurde im jüngsten Gemeinderat einstimmig angenommen. Besonders in der Pflicht sieht sie den Verkehrs- und Umweltstadtrat Ernst Pechlaner (SPÖ). "Er möge doch mit seiner Kollegin Ministerin Doris Bures in Kontakt treten und auf diese Weise eine Lösung herbeiführen. Damit wäre einer großen Zahl von Bürgern in Innsbruck geholfen."
Pechlaner sieht ebenfalls eine dringende Notwendigkeit: "Der Verkehr nimmt stetig zu. Ich habe in Kürze einen Termin in Wien bei der Asfinag in dieser Sache. Das Problem: Diese will Zahlen sehen, und die gibt es bis dato nicht." Urlauberautos zu zählen sei zu aufwändig, aber Hochrechnungen müssten auf alle Fälle angefertigt werden. Pechlaner: "Es war auch in Kufstein-Süd ein langer Kampf."
von Philipp Neuner, Tiroler Krone









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