Die Österreicher zeigen wieder einmal ihre grenzenlose Hilfsbereitschaft! Feuerwehr-Kräfte aus Niederösterreich und der Steiermark sind derzeit in Nordmazedonien. Wie in Griechenland und der Türkei wüten dort seit Wochen verheerende Waldbrände. Wie lange der schwierige Einsatz dauern wird, ist noch nicht klar.
Die „Vorhut“ ist schon wieder zurück in der Heimat, sie wurde am Sonntag abgelöst. „Die AUA übernimmt den Transport. Aktuell sind 47 Steirer in Nordmazedonien“, erklärt Thomas Meier, der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes. Sie sind für die Löschwasserversorgung zuständig. Zehn Tanklöschfahrzeuge sind vor Ort, zusätzlich ein großer Lkw mit Ausrüstung.
„Den Kräften wird körperlich alles abverlangt“, sagt Meier. Die Steirer, die in Zelten schlafen, sind von frühmorgens bis spätabends im Einsatz - bei Temperaturen um die 40 Grad. Das Einsatzgebiet liegt in unwegsamem Gelände. „Teilweise wird aus der Luft gelöscht“, sagt Maier - aber es gibt nicht genug Hubschrauber. Und so müssen sich die Einsatzkräfte oft mühsam zu den Feuern vorkämpfen.
Einsatz unter schwierigen Bedingungen
Sie riskieren dabei ihr Leben, denn der Einsatz ist brandgefährlich, im wahrsten Sinne des Wortes: „Die Lage ist hochdynamisch“, so Meier, „sie kann sich minütlich ändern. Es ist alles trocken bis ins Unterholz - da braucht es nicht viel, dass es durchzündet.“
Damit die Florianis von den Flammen nicht eingeschlossen werden, ist eine Drohne mit einer Wärmebildkamera im Einsatz, mit der die Lage laufend von der Luft aus beobachtet wird.
„Wir sind gerüstet!“
Bis Mittwoch müssen die Steirer noch durchhalten. Ob dann noch einmal neue Kräfte in das Katastrophengebiet geschickt werden, ist noch nicht entschieden - das sei davon abhängig, wie sich die Dinge entwickelten, sagt der Feuerwehr-Sprecher. Der Einsatz, der über den EU-Zivilschutzmechanismus läuft, ist vorerst bis 15. August anberaumt, es kann aber sein, dass er bei Bedarf verlängert wird: „Wir sind auf alle Fälle gerüstet!“
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