28.07.2021 18:15 |

Stadtgeflüster

Magistratsreform regt die Beamten auf

Sitzungsfreie Zeit, Schulferien, viele Urlaube. Dennoch herrscht im Schloss Mirabell, Sitz des Salzburger Magistrats, seit Donnerstag helle Aufregung. Da ist der Amtsbericht zu einer Strukturreform im Magistrat fertig geworden und an die Parteien ergangen. Vor allem unter den Beamten ist die Aufregung seither aber groß. Dabei ist bei der Reform kein allzu großer Stellenabbau vorgesehen. 25 bis 30 Planposten weniger soll es nach Abschluss der Reform geben, bei insgesamt 3300 Mitarbeitern.

Es sollen aber höherrangige und prestigeträchtige Posten verschwinden, weshalb es in den betroffenen Abteilungen hoch hergeht. Nach außen hin wird ihre Bedeutung für eine zukunftsorientierte und innovative Stadt betont. In Wahrheit gehe es aber um die Absicherung von Posten und Zulagen sowie persönliche Abneigungen und Befindlichkeiten, heißt es hinter vorgehaltener Hand im Schloss Mirabell. Da wird sogar das Bild einer „Schlangengrube“ im Magistrat gezeichnet.

So soll sich die Zusammenarbeit von zentralen Abteilungen unter politisch unterschiedlich gefärbten Büros in der Stadtverwaltung im Alltag äußerst schwierig gestalten. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, den Magistrat mit der Reform nach seinen Vorstellungen umbauen und das abteilungsübergreifende Arbeiten insgesamt „abdrehen“ zu wollen.

Matthias Nagl
Matthias Nagl
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