Die nackten Zahlen: Alfred Stingl (SPÖ-Bürgermeister bis 2003) übergab 16.000 Mitglieder an seinen glücklosen Nachfolger Walter Ferk. Als der die Partei 2008 an Wolfgang Riedler weiterreichte, waren es noch 6.000 Mitglieder.
Drei Viertel der Mitglieder abhanden gekommen
Heute, unter dem neuen Chef Edmund "Müllionär" Müller, sorgt ein Blick ins rote Mietgliederbüchlein für kalte Schweißperlen auf den Stirnen der Genossen: Nur noch rund 3.500 Grazer wollen ein rotes Parteibuch haben. Binnen knapp acht Jahren sind der Partei also weit mehr als drei Viertel der Mitglieder abhanden gekommen - ein Aderlass! Viele alte Funktionäre sind verstorben, neue konnten nur sehr wenige gewonnen werden.
Mit den schier endlosen, bizarren Streitereien, abstoßenden Eifersüchteleien und kaltherzigen Intrigen in der Stadtpartei, mit einem neuen Chef, dessen Millionenpension die (Mindest-)Pensionisten und die "Hackler", welche einst das Rückgrat der Partei waren, als Verhöhnung empfinden müssen, mit diesen Voraussetzungen geht die SPÖ einer noch weitaus tristeren Zukunft entgegen.
Im Interview mit der "Krone" meinte Neo-Chef Müller: "Ich will, dass die Leute wieder stolz darauf sind SPÖ-Mitglied zu sein!" (siehe Infobox) Aber dazu bräuchte es Vorbilder, dazu bräuchte es Visionen, klare Ansagen, Ziele - all das sucht man derzeit vergebens in der SPÖ...
"Graz Inoffiziell" von Gerald Richter, "Steirerkrone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.