Es war ja nicht einmal in Zeiten der wirtschaftlichen Depression so, dass die Grazer High-Tech-Schmiede unter Auftragsmangel litt. Aber was sich jetzt abspielt, gehört in die Kategorie "überdimensional."
In Punta Pereira (Uruquay) entsteht ein Zellstoffwerk, für das Andritz die Produktionstechnologien liefern wird. Über den Auftragswert wurde zwar Stillschweigen vereinbart, die Steirer selbst sprechen in einer Aussendung aber von einer Summe zwischen "750 und 800 Millionen Euro für vergleichbare Referenzprojekte."
Ebenfalls in Südamerika - in Brasilien - sind die Ingenieure beim umstrittenen "Belo Monte"-Projekt tätig. Für dieses drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden die Steirer unter anderem Turbinen und Generatoren liefern. Auftragswert: 330 Millionen.
1,2 Milliarden im Februar
Und quasi zum Drüberstreuen hat es im Februar noch vier weitere Aufträge zur Ausrüstung von Wasserkraftwerken in Schweden, Indien, den USA und Costa Rica gegeben. Für immerhin auch noch 80 Millionen Euro. Macht im Februar zusammen 1,2 Milliarden.
Der steirische Konzern beschäftigt weltweit bereits 14.300 Mitarbeiter an 120 Standorten. Die Milliarden-Aufträge sichern natürlich auch die steirischen Arbeitsplätze langfristig ab.
von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
Bild: Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der Andritz AG









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