Kampf gegen Krsko

Bundespräsident auf Anti-Atom-Kurs

Steiermark
11.07.2021 09:00

Unterstützung im Kampf gegen den Hochrisiko-Nuklearreaktor Krško kommt jetzt von allerhöchster Stelle: Bundespräsident Alexander Van der Bellen begab sich Freitag bei einem Besuch bei unseren Kärntner Nachbarn auf ökologische Mission: „Es gibt keine sicheren Atomkraftwerke!“

Selbstfahrende Elektro-Shuttles, smarte Straßenlaternen und Drohnen im Umwelteinsatz: Bundespräsident Alexander Van der Bellen machte sich ein Bild vom Fortschritt der „grünen“ Technologie in unserem Nachbarbundesland. In diesem Zusammenhang war auch das AKW Krško Thema, gegen das sich die Steirer und Kärntner gemeinsam stemmen.

(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Die Zeit mit dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser nutzte der Bundespräsident, um sich gegen den altersschwachen „Erdbeben-Reaktor“ zu formieren, der trotz massiver Sicherheitsbedenken weitere 20 Jahre „strahlen“ soll. Van der Bellen: „Es gibt keine sicheren Atomkraftwerke. Ich verstehe die Sorgen gegenüber dem geplanten Weiterbetrieb des slowenisch-kroatischen AKW Krško sehr gut. Dass jetzt zumindest eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung für eine Laufzeitverlängerung stattfindet, an der sich die österreichische Bundesregierung beteiligt, ist ein erster Schritt und wichtig, da die österreichische Bevölkerung unmittelbar betroffen ist.“

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Es gibt keine sicheren AKW. Ich verstehe die Sorgen gegenüber dem geplanten Weiterbetrieb von Krško sehr gut.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Alleine mit Diplomatie wird sich das Atomrisiko an der Grenze wohl dennoch nicht verhindern lassen. „Energiepolitische Entscheidungen liegen gemäß EU-Recht in der Souveränität jedes Mitgliedsstaates“, winkt auch der Bundespräsident entschieden ab.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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